Die Song Contest-Woche ist offiziell eröffnet. Einige Fans schon in der Stadt und das Finale nicht mehr weit. Die Euphorie steigt. Nur bei Hoteliers und Apartmentvermieter ist sie zuletzt ein wenig verstummt.
Wer auf diversen Online-Buchungsplattformen nach einem Zimmer in Wien für die Tage rund um das Song Contest-Finale sucht, findet noch reichlich Angebote. Zu 70 Prozent sei die Stadt laut Wien Tourismus ausgebucht. Die Zwischenbilanz: „stabile Auslastung“, trägt der Verband getrost nach außen. Innen- und Außenansicht divergieren allerdings.
So erzählt etwa Hotelmarktexperte Martin Schaffer, dass das Kulturevent bisher keine „überdurchschnittlichen Effekte“ hervorbrachte. Der Grund laut Schaffer: das normalerweise gut gebuchte Christi-Himmelfahrt-Wochenende fällt dem Musikbewerb teilweise zum Opfer. Heißt: Touristen ohne ESC-Affinität weichen auf andere Tage aus.
Wir haben ein breites Angebot, nicht nur in Wien, auch im Umland. Aber die Auslastung ist nicht so hoch wie erwartet.

Marcel Wegscheider, Verband der Apartmentvermieter
Bild: Verband der Apartmentvermieter
Zu hoch gepokert
Dazu kommt: „Die Euphorie war am Anfang viel zu groß. Man hat sich verkalkuliert“, so Schaffer. Bei Bekanntwerden, dass der Musikbewerb erneut in Wien stattfinden wird, setzte die Branche auf höhere Preise oder auf längere Mindestaufenthaltsdauer und Stornierungsfristen. Dabei stellte sich heraus: „Das ESC-Publikum ist ein preis sensibleres“, so der Experte.
Außerdem sei die Stadthalle nun einmal nicht so groß und bringe demnach gar nicht so viele Menschen nach Wien. Auch Marcel Wegscheider vom Verband der Apartmentvermieter pflichtet ihm bei. „Die Auslastung ist nicht so wie erwartet“, sagt er.
Von den Schani Hotels heißt es auf Anfrage: „Die Buchungssituation ist insgesamt positiv, auch wenn die Erwartungen im Vorfeld höher waren“. Bei B&B Hotels spricht man von einer „erfreulichen Buchungslage“. Allerdings gibt es auch hier noch einige freie Betten. Keine langen Gesichter also, aber ein verhaltenes Lächeln.
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