Nach dem emotionalen Titelgewinn des FC Barcelona wurde Trainer Hansi Flick von seinen Spielern immer wieder in die Höhe geworfen. Bei der Siegerehrung nahm der 61-Jährige – wenige Stunden nach der Nachricht über den Tod seines Vaters – sichtlich bewegt die Beileidsbekundungen sowie die Glückwünsche zum erneuten Gewinn der spanischen Fußball-Meisterschaft entgegen. Zuvor hatte Barca den Erzrivalen Real Madrid im „Clasico“ mit 2:0 besiegt und den Titel vorzeitig fixiert.
„Das war ein harter Tag für mich. Mein Vater ist gestorben“, gestand der Deutsche nach der erfolgreichen Titelverteidigung. „Mein Team ist fantastisch. Ich liebe es. Es ist wie eine Familie. Sie haben heute alles gegeben. Ich bin wirklich stolz.“ Auch bei den Fans bedankte sich Flick. „Es ist großartig, in diesem Stadion die Meisterschaft im Clasico gegen Real Madrid zu gewinnen“, sagte der frühere deutsche Bundestrainer.
Gedenkminute für Flicks Vater
Bei noch drei ausstehenden Spielen sind die Katalanen mit 91 Punkten nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Die Madrilenen, bei denen ÖFB-Star David Alaba erneut auf der Bank saß, bleiben Zweiter mit 77 Zählern. Wenige Stunden vor dem Anpfiff hatte der FC Barcelona mitgeteilt, dass der Vater von Flick gestorben ist. Flick entschied sich trotz der emotionalen Belastung, im Topspiel an der Seitenlinie zu stehen. Beide Mannschaften liefen im Camp Nou mit Trauerflor auf, vor Spielbeginn gab es zudem eine Gedenkminute.
Nach dem Abpfiff feierten Flick und seine Barca-Spieler den insgesamt 29. Meistertitel des katalanischen Klubs. Für Flick ist es der vierte in einer nationalen Liga. 2020 und 2021 hatte er mit dem FC Bayern die deutsche Meisterschaft gewonnen, nun triumphierte er zweimal hintereinander in Barcelona.
Die „Königlichen“ mussten sich nach der Blamage bei den eigenen Fans rechtfertigen. „Wir verstehen ihre Frustration, ihre Enttäuschung und wie unzufrieden sie mit dieser Saison sind“, sagte Trainer Alvaro Arbeloa, der den Abwärtstrend nach der Entlassung seines Vorgängers Xabi Alonso im Jänner nicht stoppen konnte. „Real Madrid kommt immer zurück. Wir sind schon oft am Boden gelegen und oft wieder aufgestanden“, ergänzte Arbeloa, dessen Zukunft auf der Real-Trainerbank offen ist. In der Champions League waren die Madrilenen im Viertelfinale nach zwei Niederlagen gegen die Bayern gescheitert.
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