Der österreichische Logistiker hat nach einem Gewinnrückgang im Vorjahr auch im aktuellen Jahr mit großen Gewinneinbußen im ersten Quartal zu kämpfen. Auch das Geschäft im Ausland, in der Region Türkei sorgt für Kopfzerbrechen – trotzdem geht man von einem leichten Umsatzanstieg für das Gesamtjahr aus.
Der Österreichischen Post setzen die Rückgänge bei den Brief- und Werbemengen zu: Im ersten Quartal 2026 ist der Gewinn deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal brach das Periodenergebnis von 39,6 Millionen Euro auf 15,3 Millionen Euro ein. Einzig der Umsatz erhöhte sich geringfügig um knapp unter einem Prozent auf 770,7 Millionen Euro, was an dem Paketgeschäft liegt, das vor allem vom Versandhandel angetrieben wird.
Briefvolumen und Region Türkei sorgen für Kopfzerbrechen
In der Sparte Brief, Filiale & Services sanken die Umsätze um 7,6 Prozent auf rund 290 Millionen Euro. Ausschlaggebend war der strukturelle Rückgang des Briefvolumens. Da Werbekunden sparen müssen, war zudem das Werbegeschäft rückläufig. Deutlich besser lief das Paketgeschäft. In der Sparte E-Commerce & Logistics legten die Umsätze um 6,9 Prozent auf rund 450 Millionen Euro zu. Während sich das Geschäft in Südost- und Osteuropa gut entwickelte, gab es in der Region Türkei – diese umfasst die Länder Türkei, Aserbaidschan, Georgien und Usbekistan – Mengenrückgänge aufgrund von restriktiven Importregeln für Pakete aus Asien.
Dieser Mengenentfall sowie der Wettbewerb in Südost- und Osteuropa und die Transformation im Telekommunikationsbereich drückten das Ergebnis deutlich. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sank von 101,6 Mio Euro im Vorjahr auf 93,8 Mio Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) ging von 48,4 Mio Euro auf 36,8 Mio Euro zurück. Somit blieben nur noch 15,3 Mio. Euro übrig, nach 39,6 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.
Für das laufende Jahr erwartet sich die Post aufgrund der zunehmenden Digitalisierung weitere Volumenrückgänge im Briefgeschäft. Ein starker E-Commerce-Trend dürfte jedoch anhaltendes Wachstum bei den Paketmengen bringen. Regulatorische Einschränkungen im internationalen Handel sorgen zudem für Unsicherheiten, ebenso wie die geopolitische Lage. Der österreichische Logistiker rechnet zwar mit höheren Kosten aufgrund der Inflation, geht aber trotzdem von einem leichten Umsatzanstieg für das Gesamtjahr aus.
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