Neues Angebot im April

Post verzeichnete 2025 Minus bei Gewinn und Umsatz

Wirtschaft
12.03.2026 09:03
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Österreichische Post musste vergangenes Jahr bei Umsatz und Gewinn einen Rückgang hinnehmen. Post-Chef Walter Oblin spricht dennoch von einer „soliden“ Entwicklung. Im April startet das Unternehmen ein neues Mobilfunkangebot.

Im Jahresvergleich ging das Betriebsergebnis um fünf Prozent auf 196,9 Millionen Euro zurück. Der Umsatz reduzierte sich um 2,6 Prozent auf 3,04 Milliarden Euro. Allerdings gab es ein deutliches Plus beim Geldfluss aus dem laufenden Geschäft von 10,3 Prozent auf 280,1 Mio. Euro.

Der Gewinn je Aktie sank von 2,04 auf 1,96 Euro. Als Dividende werden von dem teilstaatlichen, börsennotierten Konzern 1,83 Euro je Aktie vorgeschlagen. Zum Ausblick hieß es, es werde ein leichter Umsatzanstieg bei einer weitgehend stabilen Ergebnisentwicklung in der Größenordnung der vergangenen Jahre angepeilt.

Im April startet „Yellow“
Das Briefgeschäft war weiterhin rückläufig, auch die Werbepost lief nur schwach und im Paketbereich herrschte intensiver Wettbewerb, so das Unternehmen am Donnerstag. Die Poststellen seien inzwischen auf nahezu 3000 ausgebaut worden, im April startet dann die Post AG mit einer eigenen Mobilfunkmarke namens „Yellow“.

„Trotz eines herausfordernden Marktumfelds und der positiven Sondereffekte im Vorjahr zeigte die Österreichische Post im Geschäftsjahr 2025 eine solide operative Entwicklung. In Österreich haben wir unser Paketwachstum auch 2025 fortgesetzt und wir konnten unsere führende Marktposition erfolgreich behaupten“, so Post-Chef Walter Oblin zur Bilanz 2025. Die 2020 gegründete bank99 habe mit ihren rund 300.000 Kunden in Österreich positiv zum Gesamtergebnis beigetragen. Zudem wurden zwei Firmen in der Türkei und Südosteuropa übernommen.

Deutliches Minus bei Brief und Werbepost
Im Bereich Brief & Werbepost ging der Umsatz im Vergleich zu 2024 um 6,8 Prozent zurück. Bei Paket & Logistik stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis um 1,2 Prozent. Das Paketgeschäft in der Türkei bleibt durch die hohe Inflation und die Wechselkursentwicklung der türkischen Lira geprägt. Der Bereich Filiale & Bank zeigte einen Umsatzrückgang von 8,8 Prozent. Die Filialdienstleistungen seien durch die Beendigung der Telekom-Vertriebskooperation beeinflusst gewesen, hieß es dazu.

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