Ralph Hasenhüttl hat über eine Hantavirus-Infektion im Jahr 2012 gesprochen und dabei verraten, wie er mit den Folgen der Erkrankung umgegangen ist. Trotz starker Schmerzen habe er versucht, optimistisch zu bleiben und sich kämpferisch die Frage gestellt: „Warum sollte ich an einem Virus sterben?“
Hasenhüttl hat mit dem britischen „Mirror“ erstmals darüber gesprochen, wie ihn eine Infektion mit dem Hantavirus 2012 beinahe das Leben gekostet hätte. Nach einer Mountainbike-Tour in einem Trainingslager habe er sich zunächst schwach gefühlt. Kurz darauf habe er massive Schmerzen bekommen. „Es war, als würde mir eine Nadel in den Kopf gestochen.“ Wenig später kamen weitere Schmerzen hinzu: „Als hätte ich ein Messer im Rücken.“
Als sein Gewicht schwankte und seine Nieren schwächer wurden, wurde Hasenhüttl von seinen Ärzten gewarnt, dass es keine sofortige Heilung gäbe. „Man muss warten, bis der Körper Antikörper bildet und dann hoffen, zu überleben“, erklärte er. Seine Organe seien damals angeschwollen gewesen, Leber und Nieren hätten auf andere Organe gedrückt, erinnerte sich der ehemalige Trainer des britischen Zweitligisten FC Southampton am Donnerstag in einem Interview mit dem Boulevardblatt.
„Versuchte, Gedanken zu verdrängen“
„Ich versuchte, die negativen Gedanken zu verdrängen, weil ich mich jung, gesund und stark fühlte. Ich dachte: ‘Warum sollte ich an einem Virus sterben?‘“, wurde Hasenhüttl, der letztlich zwei Wochen auf einer Intensivstation verbrachte, von dem Blatt zitiert.
Nach eigenen Angaben dürfte sich Hasenhüttl beim Reinigen seiner Terrasse angesteckt haben – vermutlich, weil er virenhaltigen Staub einatmete. Das Hantavirus kann durch Ausscheidungen von Nagetieren wie beispielsweise Mäusen oder Ratten auf den Menschen übertragen werden.
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