Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung musste sich eine 30-Jährige am Donnerstag am Landesgericht Linz verantworten. Die Frau soll einen IS-Kämpfer geheiratet und mit ihm eine Familie gegründet haben. Zudem forderte sie wiederholt von ihren Angehörigen Geld, um den Islamischen Staat zu unterstützen.
In den Sozialen Medien soll eine 30-jährige Oberösterreicherin 2015 einen Mann kennengelernt haben, der schon damals Mitglied der Terrororganisation IS gewesen sei und auch für diese kämpfen wollte. Noch im selben Jahr sei das Paar nach Syrien gereist, heiratete dort und gründete eine Familie.
Schwester sollte zum Islam übertreten
In den folgenden Jahren forderte die 30-Jährige ihre Schwester wiederholt dazu auf, zum Islam zu konvertieren. Außerdem sollten Schwester und Mutter der Angeklagten Geld an deren Ehemann überweisen.
Bis zu zehn Jahren Haft
Am Donnerstag musste sich die „Terrorbraut“ – wie IS-Unterstützerinnen umgangssprachlich genannt werden – am Landesgericht Linz wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verantworten. Strafrahmen von einem bis zu zehn Jahre Haft.
Haftaufschub gewährt
Vor Gericht zeigte sich die Mutter mehrerer Töchter geständig. Sie wurde rechtskräftig zu 18 Monaten Haft, davon sechs unbedingt, verurteilt. Außerdem muss sie an einem Deradikalisierungsprogramm teilnehmen. Unter dieser Voraussetzung wurde ein Haftaufschub von einem Jahr gewährt.
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