Donald Trumps Truppenabbau in Europa beunruhigt Sicherheitsexperten weniger als die Wehrlosigkeit Europas gegen die Raketenbedrohung aus Russland. Wladimir Putin hat schon vor Jahren das ehemalige deutsche Ostpreußen – heute eine russische Enklave an der Ostsee – zu einer vorgeschobenen Raketenbasis gegen Ziele in Europa ausbauen lassen. Von dort bedrohen seine „Iskander“-Überschallraketen europäische Bevölkerungszentren: sechs Minuten von Kaliningrad (vormals Königsberg) nach Berlin.
Europas hat dagegen keine Mittel. Es fehlt das „Gleichgewicht des Schreckens“ gegen die Bedrohung durch diese Raketen.
Unter dem US-Präsidenten Joe Biden war die Stationierung von amerikanischen Mittelstreckenraketen vereinbart worden. Das ist Grund genug, dass Trump davon nichts wissen will.
Erst 2030 soll Europa mit eigenen Mitteln gleichgezogen haben (unter anderem in Zusammenarbeit mit der Raketen- und Drohnenmacht Ukraine). Bis dahin hat es Europa mit einer strategischen Raketenlücke zu tun.
Europa hatte sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Hoffnung auf eine Friedensdividende fast kriegsunfähig abgerüstet. Putin erkannte sofort diese Lücke, und die Ukraine zahlt seit 2014 den Preis.
Russland ist voll auf Kriegswirtschaft umgepolt. Kann sie überhaupt rückgängig gemacht werden und mit welcher Anstrengung? Da mag die Raketenlücke verlockend sein für eine Vorwärtsstrategie.
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