Alkohol-Probleme

Warum Christoph Fälbl eine Strichliste führt

Adabei Österreich
07.05.2026 12:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Schauspieler und Kabarettist Christoph Fälbl feierte am Dienstag seinen 60. Geburtstag im Wiener Gloria Theater – und sprach dort ganz offen über Familie, Bühne, Alkohol, seinen Weg in die Therapie und dem Wunsch nach mehr Menschlichkeit.

Mit 60 Jahren fängt das Leben an, oder wie ging das nochmal? Naja, ist auch zweitrangig. Jedenfalls feierte Christoph Fälbl am Dienstagabend seinen runden Geburtstag. Nicht in kleinen Kreis, nicht daheim auf der Couch, sondern dort, wo er sich seit Jahrzehnten wohlfühlt: auf und neben der Bühne. Im Gloria Theater in Wien versammelten sich zahlreiche Freunde, Wegbegleiter und Kollegen, darunter auch seine ältesten Kinder Oscar und Fanny (insgesamt ist er fünffacher Vater), von denen er sich brav die Gratulations-Busserl abholte. Außerdem erzählte erzählte er der „Krone“, welche wichtigen Erkenntnisse er in den letzten Jahren gemacht hat.

Christoph Fälbl feierte im Gloria Theater seinen 60. Geburtstag.
Christoph Fälbl feierte im Gloria Theater seinen 60. Geburtstag.(Bild: Alexander Tuma)

Fälbl blickt auf eine jahrzehntelange Karriere auf der Bühne und vor der Kamera zurück. Dass dies so aufgegangen ist, war für den gebürtigen Wiener nie ein ausformulierter Plan. „Wenn du am Anfang Theater spielst, willst du eigentlich nur auf der Bühne stehen“, sagte er. Karriere, Ruhm, Durchbruch – all das sei damals nicht der Gedanke gewesen. „Ich wollte einfach spielen.“

Offen über Alkohol und Therapie
Offen sprach Fälbl auch über ein Thema, das in seinem Leben eine wichtige Rolle gespielt hat: Alkohol. Er hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass es schwierige Zeiten gab, doch heute sagt er: „Es geht mir großartig.“ Seine Partnerin Michelle sei dabei immer sehr unterstützend gewesen, und sei es bis heute. Auch Therapie habe ihm geholfen.

„Ich gehe zur Therapeutin, die ist großartig und ich verstehe mich gut mit ihr“, so der Schauspieler und Kabarettist. „Ich finde, in unserer Gesellschaft ist es immer noch verpönt, dass man auf seine Seele schaut“, erzählte er. Wenn der Körper verletzt sei, gehe man zum Arzt und bekomme einen Gips. Bei seelischen Problemen sei das für viele immer noch nicht selbstverständlich. Gerade Männer in seiner Generation hätten oft gelernt: „Buben reden nicht über solche Sachen.“ Mittlerweile sehe er seit über 400 Tagen eine Verbesserung: „Ich führe immer noch Strichliste.“

„Redet miteinander“
Und was wünscht sich einer, der 60 wird, für die nächsten Jahre? Für sich selbst nichts Kompliziertes. „Dass es mindestens so schön ist wie bis jetzt.“ Für alle anderen hat Fälbl einen besondereren Wunsch: „Redet miteinander und seid nicht so böse. Man muss nicht alles bewerten.“ Am Ende, sagt er, seien wir alle eins. „Es gibt keinen Unterschied.“

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