Bewegende Worte

Harald Krassnitzer trauert um seine Mutter

Adabei Österreich
04.05.2026 11:07
Porträt von krone.at
Von krone.at

Harald Krassnitzer trauert um seine geliebte Mutter Susanne. Sie starb am 14. Februar im Alter von 95 Jahren, wie der österreichische „Tatort“-Star jetzt der „Bild“-Zeitung verriet.

„Meine Mutter litt an Demenz“, erklärte Krassnitzer im Gespräch mit der deutschen Zeitung. Aber gerade wegen der tückischen Krankheit, die fast jede Erinnerungen an ein langes Leben löscht, sei die Beziehung zwischen ihm und seiner Mutter „zum Ende hin intensiver als je zuvor“ gewesen, so der Schauspieler. 

Nicht zuletzt deshalb, weil Krassnitzer, der im deutschen Wuppertal lebt, zuletzt jeden Moment nutzte, um bei seiner Mutter in Salzburg zu sein. „Meine Schwester hat einen Großteil dieser Arbeit gemacht, weil ich noch relativ intensiv mit Dreharbeiten und all dem Wahnsinn beschäftigt war, den man das Leben nennt. Ich bin bei Drehpausen so oft wie möglich hingefahren.“

„Und das durfte ich dann sein“
Das Erkennen sei nicht immer leicht gewesen, räumte der Schauspieler ein, gab aber gleichzeitig zu: „Diese Krankheit hat manchmal aber auch viele lustige Seiten. So seltsam das klingt: Mal war ich für sie mein eigener Vater, mal der Bruder oder der Hund. Bis dann irgendwann am Schluss nur noch eine Person zur Verfügung stand. Und das durfte ich dann sein. Ihr Sohn.“

Eine Phase, die so intensiv wie nie zuvor gewesen sei, erklärte Krassnitzer weiter. So habe sie etwa seine Hand so fest gedrückt, „dass ich mich nicht hätte befreien können“. Diese Berührung habe etwas erzählt, so der 65-Jährige. „Eine Botschaft“, die lautete „ICH bin deine Mutter!“ 

Liebe am wichtigsten
Die Demenz seiner Mutter habe ihn auch über die Frage der Würde reflektieren lassen. Seine Schwester habe ihm dabei eine wichtige Lektion gelehrt, erklärte der Krassnitzer weiter. Sie habe ihn dann zur Seite genommen und sei gemeinsam mit ihrer Mutter hinausgegangen.

„Wenn wir Glück hatten, war Sonne. Wir sind durchs Dorf gegangen und dann hat es keine 15 Sekunden gedauert, und meine Mutter wandte sich der Sonne zu, wie eine Sonnenblume, weil sie die Wärme spürte“, erinnerte sich Krassnitzer zurück. „Da wurde mir klar, dass das, was ich unter Würde verstehe, völliger Blödsinn ist. Sie ist noch da. Sie fühlt und lebt im Moment. Meine Schwester hat mir gezeigt, dass es in diesem Zusammenhang nur einen einzigen Begriff gibt, der tatsächlich eine große Tragweite hat. Liebe.“

Kein Ende, „eher ein Anfang“
Für Krassnitzer war die Demenz seiner Mutter kein Ende, „es war eher ein Anfang“, erklärte er der „Bild“. Unter anderem auch, weil die Familie dadurch näher zusammengerückt sei.

Auch in seinem neuen Film ist Demenz ein zentrales Thema: In „Der verlorene Mann“ spielt Krassnitzer einen demenzkranken Ehemann, der die Scheidung von seiner Frau vergessen hat.

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