Nun will Donald Trump also tatsächlich Ernst machen und seine Drohung gegenüber Deutschland, die amerikanischen Truppen abzuziehen, in die Realität umsetzen. Zumindest teilweise. Von den nahezu 40.000 US-Soldaten sollen bis zum Sommer einmal 5000 gehen.
EINERSEITS heißt es aus dem Pentagon, es handle sich nur um eine Umgruppierung, die aufgrund neuer strategischer Gegebenheiten notwendig geworden sei.
ANDERERSEITS ist ein solcher teilweiser Truppenabzug zweifellos ein massiver Schuss vor den Bug – nicht nur Deutschlands, sondern der Europäer insgesamt. Ohne US-amerikanischen Beistand wäre die NATO in Europa nämlich nicht wirklich verteidigungsfähig.
Abgesehen davon drängt sich aber angesichts dieses angekündigten Truppenabzugs eine andere Überlegung auf: Ursprünglich kamen die US-Truppen ja gemeinsam mit jenen der anderen Alliierten als Befreier vom Naziregime. Und de facto waren sie dann Besatzer – auch im Bewusstsein der deutschen Bevölkerung. Und schließlich wurden sie im Zuge des Kalten Kriegs zu Beschützern vor einer möglichen sowjetischen Aggression. Eine Rolle, die ihnen seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs wieder verstärkt zugewachsen ist.
Dennoch, aus historischer Perspektive endet mit dem Abzug des militärischen US-Schutzschirms für die Deutschen auch die Präsenz von Truppen, die ursprünglich Besatzer waren.
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