710 Hektar zerstört
Gärtner lösten Waldbrand in der Toskana aus
In Italien sind zwei Gärtner angezeigt worden, die den verheerenden Waldbrand in der Toskana ausgelöst haben sollen. Sie hatten nach eigenen Angaben am 28. April Schnittreste nahe einem Waldstück verbrannt. Nach bisherigen Erkenntnissen breitete sich das Feuer zunächst im Unterholz aus.
Von dort griff es durch starken Nordostwind auf die Baumkronen über. Die beiden Männer sind etwa 50 Jahre alt und haben langjährige Berufserfahrung als Gärtner. Laut der Behörde zeigten sie sich erschüttert über die Folgen ihres Handelns. Der Waldbrand tobt seit Tagen am Berg Faeta in der Toskana an der Grenze der Provinzen Lucca und Pisa. Er hat bereits rund 710 Hektar zerstört. 3500 Menschen mussten evakuiert werden, davon konnte ein Teil noch nicht in seine Häuser zurück.
Ein Wohnhaus, das einem Feuerwehrmann gehört, wurde von den Flammen erfasst und ist derzeit unbewohnbar. Der Mann war in der Nacht auf den 1. Mai selbst an den Löscharbeiten beteiligt. Auch einige weitere Häuser wurden beschädigt. Am Samstag konnte die Feuerfront von rund 20 Kilometern auf drei reduziert werden. Insgesamt waren ungefähr 240 Menschen bei den Löscharbeiten im Einsatz. Einzelne Glutnester werden am Sonntag weiterhin bekämpft. Drei Löschflugzeuge und zwei Hubschrauber des Zivilschutzes halfen, die Ausbreitung der Flammen zu stoppen.
„Situation noch nicht normalisiert“
„Die Situation verbessert sich, hat sich aber noch nicht vollständig normalisiert“, sagte der Bürgermeister von San Giuliano Terme, Matteo Cecchelli. Manche Menschen seien etwa noch bei Freundinnen, Freunden oder in bereitgestellten Unterkünften untergebracht. Besonders schutzbedürftige Personen sollen vorerst dort verbleiben.
Die beiden Gärtner aus der Stadt Lucca, die den verheerenden Waldbrand verursacht haben dürften, wurden wegen fahrlässiger Brandstiftung mit erschwerenden Umständen angezeigt. Sie waren zunächst als Zeugen vernommen worden.











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