Kaiserenkel im Vatikan

Mit Karl Habsburg zur Glaubenserneuerung in Rom

Adabei Österreich
02.05.2026 20:00

Die „Krone“ begleitete die Habsburger und ihren Ritterorden bei ihrem Konvent in die Ewige Stadt. Ein Ausflug in die Kirchenwelt und eine Reise ... fast wie zu Kaisers Zeiten. 

72 Stunden lang durften die „Krone“ Karl Habsburg-Lothringen (65), seine Familie und den Sankt-Georgs-Orden bei deren Glaubenserneuerung in Rom begleiten. Dazwischen lagen zwei heilige Messen, viele Gespräche sowie die Teilnahme beim Angelus Gebet mit Papst Leo XIV. (70) auf dem Petersplatz. Und da schau her, auch Ex-ORF-Journalistin Claudia Reiterer war dabei.

Reiterer als Ritterin
„Zuerst hat sie für uns eine Veranstaltung moderiert. Danach zeigte sie mehr und mehr Interesse und der Rest ist Ordensgeschichte“, freute sich Prokurator Vinzenz Stimpfl-Abele über die neue Ordensdame. „Eines von insgesamt 60 Mitgliedern, die im Zuge des Konvents aufgenommen wurden“, wie sich Habsburg, begleitet von seiner Ehefrau Christian und Sohn Ferdinand, freute.

Reine Familiensache: Ferdinand Habsburg in Rom mit Vater Karl Habsburg-Lothringen und dessen ...
Reine Familiensache: Ferdinand Habsburg in Rom mit Vater Karl Habsburg-Lothringen und dessen Ehefrau Christian(Bild: Alexander Tuma)
Aufgenommen! Claudia Reiterer wurde in Rom zur Ordensdame geschlagen.
Aufgenommen! Claudia Reiterer wurde in Rom zur Ordensdame geschlagen.(Bild: Alexander Tuma)
Einzug der Hunderten Damen und Herren des St. Georgs Ordens in der Basilika Santa Maria ...
Einzug der Hunderten Damen und Herren des St. Georgs Ordens in der Basilika Santa Maria Maggiore. Dort, wo Papst Franziskus seine letzte Ruhestätte fand(Bild: Alexander Tuma)
Habsburg mit dem Prokurator des Ordens, Vinzenz Stimpfl-Abele
Habsburg mit dem Prokurator des Ordens, Vinzenz Stimpfl-Abele(Bild: Alexander Tuma)
Momentaufname in der Basilika Santa Maria Maggiore: Es war nicht alles nur ernst.
Momentaufname in der Basilika Santa Maria Maggiore: Es war nicht alles nur ernst.(Bild: Alexander Tuma)
Die „Krone“ begleitete die Habsburger bei ihrer Glaubenserneuerung in Rom.
Die „Krone“ begleitete die Habsburger bei ihrer Glaubenserneuerung in Rom.(Bild: Alexander Tuma)
Selfie-Time: Christian und Karl Habsburg mit Camilla Habsburg-Lothringen (re.).
Selfie-Time: Christian und Karl Habsburg mit Camilla Habsburg-Lothringen (re.).(Bild: Alexander Tuma)

Bei einem Stadtbummel zwischen den Messen in den Kirchen Santa Maria dell’ Anima und Santa Maria Maggiore (hier fand Papst Franziskus seine letzte Ruhestätte) erzählte der „Großmeister“ des Ordens, Karl Habsburg, über seinen kirchlichen Ansichten. Kann er den aktuellen Reformgedanken etwas abgewinnen? „Grundsätzlich betrachte ich die Kirche immer als Freund. Und ich kritisiere nie einen Freund in der Öffentlichkeit“, weicht er, dem eines Tages sein Sohn in der Funktion als Ordens- und Familienoberhaupt der Habsburger folgen wird, aus.

Andersrum wirbt er lautstark für mehr Solidarität mit der Ukraine. Hier spiele sich für viele ein „Glaubenskrieg“ ab. Klar ist ihm: „Jeder von uns will mit einem friedvollen, reichen und starken Russland in Zukunft zusammenarbeiten. Aber nicht mit einem Russland, das durch eine Mafiaorganisation gekidnappt wurde.“

Habsburgs Ritter
Der St. Georgs Orden

Als Vorläufer des heutigen Ordens beruft man sich auf den heiligen Georg als Schutzpatron, die Tradition des Georgsordens in Ungarn und den, durch Kaiser Friedrich III. und Papst Paul II. 1469 gegründeten Orden. Im Jänner 2008 wurde er wiederbelebt und von Karl Habsburg in vereinsrechtlicher Form aufgesetzt. Dabei richtet man den Fokus auf christliche, karitative und überparteiliche Werte, wobei über allem „Ritterlichkeit“ der Damen und Herren steht.

Seit 2017 ist Vinzenz Stimpfl-Abele Prokurator – davor war der Orden nach der Bundespräsidentenwahl in die Kritik geraten. Habsburg, als „Großmeister“, positionierte ihn zuletzt gegen die russische Aggression im, seit 2022 tobenden, Ukraine-Krieg.

Papst Leo krönte Karl
Fazit der Reise? Natürlich wirkte der Aufmarsch der Hunderten Ritter und Damen mit ihren Mänteln ein wenig wie aus der Zeit gefallen. Dem Orden, vor allem aber Habsburg selbst, gab die Glaubenserneuerung Kraft. Pointe der Geschichte inklusive, denn immerhin war es ein Papst Leo (der III.), der einen Karl im Jahr 800 im Petersdom zum römischen Kaiser krönte ...

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