Der Iran habe „noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt (...), was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat“, schrieb US-Präsident Donald Trump. Dennoch kündigte er am Samstag (Ortszeit) an, den neuen Plan für ein Kriegsende prüfen zu wollen.
Er könne sich nicht vorstellen, dass dieser akzeptabel sei, wandte der Politiker ein. „Sie wollen einen Deal.“ Wie berichtet, war am Freitag bekannt geworden, dass die iranische Führung einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übermittelt hat. Trump zeigte sich damit jedoch unzufrieden.
Ein ranghoher iranischer Regierungsvertreter sagte, dass es um die Öffnung der Straße von Hormuz und ein Ende der US-Blockade gehe. Über das iranische Atomprogramm soll demnach weiter nicht gesprochen werden. Insgesamt umfasst der neue Vorschlag 14 Punkte. Die iranische Variante fordere die „Beendigung des Kriegs an allen Fronten, einschließlich des Libanons“, hieß es in der Nachrichtenagentur Tasnim. Weitere Inhalte sind demnach Garantien gegen militärische Aggressionen, der Abzug der US-Streitkräfte, die Aufhebung von Sanktionen und das Freigeben iranischer Vermögenswerte.
Irans Außenminister Abbas Araqchi zeigte sich am Samstag verhandlungsbereit, aber nur unter gewissen Bedingungen. Der Iran sei bereit zu verhandeln, falls sich „die übertriebenen Forderungen, die bedrohliche Rhetorik und die provokativen Handlungen der amerikanischen Seite“ änderten, zitierte der iranische Fernsehsender Press TV den Minister. Trump warnte wiederum, es gebe immer noch die Möglichkeit, den Iran wieder anzugreifen, sollte sich die iranische Führung in seinen Augen falsch verhalten.
„Aufgezwungener Krieg“
Weitere führende iranische Politiker haben sich ebenfalls zu Verhandlungen bereit erklärt, zugleich aber militärische Entschlossenheit betont. „Der Iran hat seinen Plan dem pakistanischen Vermittler vorgelegt, um den aufgezwungenen Krieg dauerhaft zu beenden“, sagte Vize-Außenminister Kaze Gharibabadi am Samstag. Nun liege „der Ball im Feld der USA“. Washington müsse sich zwischen Diplomatie oder der Fortführung eines „konfliktorientierten Ansatzes“ entscheiden, sagte Gharibabadi. Der Iran sei „zu beiden Optionen bereit“. Teheran werde sich keine Politik von außen „aufzwingen lassen“, sagte Justizchef Mohseni Ejei.
Teheran wird sich keine Politik von außen aufzwingen lassen.
Mohseni Ejei, Irans Justizchef
Aktuell gilt eine Waffenruhe im Iran, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlängert hatte. Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen den Iran am 28. Februar begonnen. Das Weiße Haus verlangt unter anderem die Herausgabe des hoch angereicherten Urans, die Einstellung des iranischen Atomprogramms und eine Begrenzung des Programms zur Entwicklung ballistischer Raketen.
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