Die 15. Jobmeile der Caritas hilft, Langzeitarbeitslose, Ältere und Junge an den Arbeitsmarkt zu vermitteln. Rund 2000 Beschäftigungssuchende informierten sich vor Ort.
Vor dem Tag der Arbeit am heutigen 1. Mai wird der Tag der Arbeitslosen begangen. Zu diesem Anlass fand gestern die 15. Jobmeile der Caritas im Secondhand-Zentrum Carla im 5. Bezirk statt. Rund 2000 Arbeitsuchende informierten sich über Job- und Weiterbildungsmöglichkeiten bei 25 Trägerorganisationen wie der Volkshilfe oder der Stadt Wien.
„Arbeit ist ein Menschenrecht und bedeutet viel mehr als Einkommen. Sie bedeutet Würde, Teilhabe und Platz in der Gesellschaft“, betonte Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) anlässlich der Eröffnung. Vor allem ältere Personen ab 55 Jahren und Junge hätten es schwer, am Arbeitsmarkt (wieder) Fuß zu fassen. Das AMS setze daher ein Hauptaugenmerk auf die Wiederintegration von Langzeitarbeitslosen bzw. die Verhinderung derselben im Vorhinein. Der Wiener AMS-Chef Winfried Göschl setzt dabei vor allem auf Beihilfen für Betriebe, die ältere Arbeitnehmer einstellen.
Ich bin seit Jänner bei der Workerei und wenn alles gut läuft, beginne ich bald meine Lehre zum Klimagärtner.

Florian B. (23)
Bild: Eva Manhart
Wenn man ein Kind hat und alleinerziehend ist, ist die Jobsuche noch schwieriger. Das muss sich ändern.

Vasilica (43)
Bild: Eva Manhart
Nicht am Arbeitsmarkt sparen
Wie schwer es ist, einen Job zu finden, weiß auch Vasilica S. Die 43-jährige ehemalige Hotelmitarbeiterin war zehn Jahre erwerbslos, bis sie bei Carla als Regalbetreuerin anfangen konnte. „Ich habe zig Bewerbungen geschrieben, immer kamen Absagen. Hier habe ich endlich eine Chance“, sagt sie. Die sozialintegrativen Unternehmen Rework, Restart und Workerei helfen jungen Erwachsenen dabei, eine Stelle am ersten Arbeitsmarkt zu ergattern.
Caritas-Geschäftsführer Klaus Schwertner appelliert an die Regierung, den Sparstift nicht bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik anzusetzen.
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