Gastpatienten-Streit

NÖ gegen Wien: Die „Hackln“ fliegen immer tiefer

Niederösterreich
30.04.2026 06:00

Wien gegen Niederösterreich – das ist Härte. Mit Attacken auf das Nachbarbundesland facht Wiens SPÖ-Stadtrat Peter Hacker den Streit um Gastpatienten weiter an. In St. Pölten kontert ÖVP-Politiker Matthias Zauner postwendend. Freunde werden die beiden wohl keine mehr.

Während manche Kommentatoren das Gras wachsen hören und bereits eine Entspannung im Gastpatienten-Streit zwischen Wien und Niederösterreich herbeischreiben, hat sich diese offensichtlich bis an die Front dieser Auseinandersetzung noch nicht herumgesprochen. Denn im Wiener Landtag zog Gesundheitsstadtrat Peter Hacker jüngst ordentlich gegen sein „benachbartes Lieblingsbundesland“ vom Leder.

Heftige Tonart
Der bullige Sozialdemokrat begrüßte es geradezu, dass propagiert werde, „ich bin schuld, dass das niederösterreichische Gesundheitsmodell zerstört“ werde: „Denn ein Gesundheitsmodell, das davon ausgehe, dass andere Bundesländer die eigenen Aufgaben erledigen, ist kein gutes.“ Und in dieser heftigen Tonart ging es munter weiter. Die Kosten in Wiener Kliniken seien höher, weil man hier „keine Abteilungen am Freitagmittag zu- und am Montag wieder aufsperrt und nicht nur tagsüber operiert“.

Viele Leidensgeschichten
Zu Verteidigung der blau-gelben Ehre rückte daraufhin ÖVP-Geschäftsführer Matthias Zauner aus. „Kein Spital sperrt in Niederösterreich Freitagmittag zu.“ Er lade Hacker gerne zu einem Lokalaugenschein ein. Die „vielen Leidensgeschichten von niederösterreichischen Gastpatienten“ seien nur auf die einseitige Aufkündigung eines Vertrages durch Hacker zurückzuführen – einer Vereinbarung, die „Wiens Bürgermeister Michael Ludwig mit seiner Unterschrift bestätigt hat“, betont Zauner: „Offenbar zählt diese Unterschrift für Hacker nicht.“

Tipps zum Sparen
Bei gleicher Kosteneffizienz wie andere Bundesländer könne Wien „eine Milliarde Euro einsparen“, rechnet Zauner vor. Und der ÖVP-Politiker legt den Wiener Genossen als Draufgabe noch süffisant den NÖ-Gesundheitsplan ans Herz: „Niederösterreich setzt damit ein Vorzeigeprojekt um, von dem Herr Hacker beeindruckt sein müsste. Er selbst verschläft ja seit Jahren notwendige Reformschritte in Wien.“

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