Im Streit um Patienten aus Niederösterreich greift man im Wiener Rathaus zu immer rabiateren Methoden – und setzt jetzt sogar die Ordensspitäler finanziell unter Druck. Die Reaktion aus St. Pölten fällt entsprechend scharf aus.
Als Erika M. im Jahr 2021 im Orthopädischen Spital Speising am Fuß operiert wurde, war die Pensionistin aus Baden in dem Wiener Ordensspital willkommen. Drei Jahre später war alles anders: Die Folge-OP zur Entfernung der eingesetzten Metallplatte wurde im Jänner 2024 zunächst eingetaktet, über ein Jahr später aber mit Verweis auf den Wohnort auf unbestimmte Zeit verschoben – und schließlich telefonisch abgesagt: „Niederösterreichische Patienten kommen nie wieder dran“, bekam die Badnerin zu hören.
Förderung mit einem Haken
Der Hintergrund: Das Wiener Rathaus schürt den Gastpatienten-Streit mit durchaus rabiaten Methoden. Die finanzielle Förderung für die Wiener Ordensspitäler wurde nämlich um zig Millionen aufgestockt – mit einem Haken. Denn das Geld fließt nur an die Kliniken, wenn sie weniger Patienten aus NÖ aufnehmen.
Entsetzen über neue Eskalation
„Dieses Vorgehen ist herzlos!“, reagiert Matthias Zauner, ÖVP-Landesgeschäftsführer, entsetzt auf diese neue Eskalation des Gastpatienten-Streits: „Gesundheitsstadtrat Peter Hacker setzt auf Willkür statt auf Einhaltung bestehender Verträge.“ Die Bundeshauptstadt ziehe lieber Migranten aus aller Welt an, die sich in Wiener Spitälern zum Nulltarif behandeln lassen können, poltert Zauner. Die NÖ-Landsleute würden dort hingegen auf die lange Bank geschoben. Hacker stelle „Grenzen im Kopf über die Gesundheit der Menschen“. Für Zauner steht fest: „Herr Hacker muss diesen Kurs sofort verlassen!“
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