Wirtschaftsstandort

Warum jede sechste Firma aus Österreich weg will

Wirtschaft
30.04.2026 07:00

Die Luft hierzulande wird für die heimischen Unternehmen zunehmend dünner. Bereits 17 Prozent denken darüber nach, einzelne Geschäftsbereiche ins Ausland zu verlagern. Was die Gründe dafür und welche Branchen dabei betroffen sind ...

Die wirtschaftliche Lage vieler österreichischer Betriebe bleibt angespannt. Laut einer Umfrage des Gläubigerschutzverbands KSV1870 unter 1100 Unternehmen ist weniger als die Hälfte der Firmen mit ihrer Geschäftslage zufrieden – ein Wert, der seit Jahren stagniert und deutlich unter früheren Spitzen liegt.

Wirtschaftsstandort verliert an Attraktivität
Besonders alarmierend: Jedes sechste Unternehmen denkt über eine Verlagerung von einzelnen Geschäftsbereichen oder größeren Prozessen ins Ausland nach. Vor allem Industrie-, IT- und Telekommunikationsbetriebe prüfen Alternativen. Zwar würde die bestehende Produktion hierzulande weiter genutzt, aber neue Geschäftsbereiche sollen eher im Ausland entstehen.

Die größte Herausforderung für Unternehmen sind die hohen Kosten für Energie, Material und ...
Die größte Herausforderung für Unternehmen sind die hohen Kosten für Energie, Material und Personal.(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Als größte Belastungsfaktoren nennen Unternehmen weiterhin hohe Energie- und Personalkosten, steigende Preise bei Lieferanten sowie den Fachkräftemangel. Gleichzeitig dämpft eine hohe Sparquote der Konsumenten die Nachfrage. Das spiegelt sich auch im Verhalten der Betriebe wider: 85 Prozent befinden sich selbst im Sparmodus und nur etwa jedes fünfte Unternehmen plant für 2026 überhaupt Investitionen. Meist in moderatem oder geringem Umfang. Positiv fällt auf, dass ein Teil der Mittel in Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) fließt – häufig jedoch zur Effizienzsteigerung und wenig zur Expansion.

Auch die Finanzierung bleibt schwierig
Zwei Drittel der Betriebe empfinden Kreditaufnahmen als herausfordernd, vor allem wegen hoher Zinsen, steigender Anforderungen von Sicherheiten und Bürokratie. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sehen sich rund 68 Prozent der Betriebe noch als stabil. Gleichzeitig wächst jedoch die Zahl jener Unternehmen mit erhöhtem Ausfallrisiko und schwacher Eigenkapitalbasis.

Kritisch beurteilen viele zudem die von der Regierung vorgestellte Industriestrategie bis 2035, die nur sechs Prozent der Firmen überzeugt. Vor allem fehlen ihnen dabei konkrete Maßnahmen zur Entlastung bei Kosten und Bürokratie.

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