Donald Trump hat die Welt in eine Krise sondergleichen gelotst – doch aus China kein Wort. Dort hält man sich an die Vorgabe von Napoleon: „Hindere niemals einen Gegner daran, Fehler zu machen.“
Nicht einmal der Ausfall von 40 Prozent des für China bestimmten Öls aus dem Golf kann die Führung in Peking aus der Ruhe bringen. Das Reich der Mitte hat nicht nur die größten strategischen Ölreserven der Welt angelegt, es ruht auch in seiner Gewissheit, das Erbe der USA als Weltmacht anzutreten – rascher als ursprünglich prognostiziert.
Der bekannte US-Historiker Timothy Snyder hat jetzt in seiner Kritik an Trumps Iran-Krieg ein Tabu offen angesprochen: „Selbstmord einer Supermacht“ – vom Volk selbst gewählt. Schlagworte des Versagens: Eine Oligarchen-Elite, die ihr eigenes Interesse über das Wohl und die Zukunft der Nation stellt; ein Versagen der öffentlichen und finanziellen Verwaltung; ein Zertrümmern der internationalen Ordnung, in welcher einmal die USA in der Mitte gestanden waren.
Der Iran-Krieg – Macht ohne Strategie – kann einmal als der Kipppunkt in den Geschichtsbüchern stehen (ähnlich wie der katastrophale Sizilienfeldzug des alten Athen). Der Verfall amerikanischer Autorität zeigt sich schon allein darin, dass Alexander Lukaschenko, der Westentaschendiktator von Belarus, über die USA spöttelt: „Wenn sie schon mit dem Iran nicht fertigwerden, wie dann mit China?“
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