König Charles begeisterte die Gäste am Montagabend im Weißen Haus mit einer charmant-frechen Rede, als Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump ihn zum glanzvollen Staatsbankett empfingen.
In seinem Toast griff der Monarch die komplexe gemeinsame Geschichte beider Nationen auf. Mit Blick auf das 250. Jubiläum der USA bezeichnete Charles die Feierlichkeiten als „deutliche Verbesserung gegenüber der Boston Tea Party“.
Scherz über Trumps East-Wing-Abriss
Charles erlaubte sich auch einen sanften Seitenhieb gegen Trump. Er komme nicht umher, die „Anpassungen“ am Ostflügel des Weißen Hauses nach dem Besuch des US-Präsidenten auf Schloss Windsor zu bemerken, sagte er.
Trump hatte den East Wing in einer Blitzaktion abreißen lassen, um Platz für einen riesigen Ballsaal zu machen.
„Ich bedauere es zu sagen, dass wir Briten natürlich 1814 unseren eigenen kleinen Versuch des Immobilien-Umbaus am Weißen Haus unternommen hatten“, so Charles. Damals hatte die britische Armee im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg das Weiße Haus angezündet.
Für Heiterkeit im voll besetzten Saal sorgte Charles auch, als er eine jüngst getätigte Aussage Trumps parierte. Der Präsident hatte erklärt, ohne die USA würden europäische Länder heute Deutsch sprechen. Der König entgegnete unter dem Gelächter der Gäste: „Ich wage es kaum zu sagen: Wenn es uns nicht gäbe, würden Sie Französisch sprechen“ – ein Verweis auf die britische Rolle in der frühen amerikanischen Geschichte.
Ein persönliches Symbol: Die Glocke der „HMS Trump“
Zum feierlichen Abschluss überreichte der britische Monarch ein außergewöhnliches Geschenk mit hoher Symbolkraft: eine große goldene Glocke der „HMS Trump“. Das U-Boot der Royal Navy kam im Pazifik-Krieg des Zweiten Weltkriegs zum Einsatz.
„Möge es ein Zeugnis unserer gemeinsamen Geschichte und strahlenden Zukunft sein“, so der König. Er schloss seine Rede mit der humorvollen Aufforderung: „Und falls Sie uns jemals erreichen müssen, rufen Sie uns einfach an“ (im Original: *“just give us a ring“* – ein englisches Wortspiel aus „anrufen“ und „die Glocke läuten“).
Beobachter werten den Auftritt als vollen diplomatischen Erfolg, der das enge Verhältnis zwischen dem Vereinigten Königreich und der neuen US-Administration festigen soll.
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