Die Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) der Caritas Kärnten feiert Geburtstag. Schon seit vier Jahrzehnten steht sie für eine Ausbildung im Sozial-, Pflege- und Gesundheitsbereich.
Mit 47 Schülern ging es in der Schule 1985 los, heute zählt die katholische Privatschule mit 673 Studierenden in 37 Klassen zu den größten Bildungseinrichtungen in Kärnten. Am Tag der Sozialbetreuungsberufe wird am Montag im Hermagoras-Veranstaltungssaal in Klagenfurt ab 13 Uhr gefeiert.
Der ehemalige Caritasdirektor Viktor Omelko erinnert sich an die Anfänge: „Anstoß für die Gründung der Schule war einerseits die Arbeitslosigkeit, von der wir gewusst haben, dass man sie am besten mit Bildung bekämpft. Andererseits hatten wir zur Eröffnung der ersten Pflegewohnhäuser kein Pflegepersonal. Um qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen, haben wir ein Angebot geschaffen und sehr viele Umsteiger mit viel Lebenserfahrung gewonnen.“
Angesichts des Fachkräftemangels in der Pflege ist Caritas-Direktor Ernst Sandriesser froh, dass das Land Kärnten mittlerweile das Schulgeld für die Studierenden übernimmt und ihnen so eine Existenzsicherung während der Ausbildung schafft. Interessierte ab 17 beziehungsweise 19 Jahren, die sich für einen Beruf in der Altenarbeit oder Behindertenbegleitung ausbilden lassen möchten, können an fünf Caritas-Standorten in die Schule gehen: in Klagenfurt, Villach, Spittal, St. Georgen am Längsee oder Wolfsberg.
Ausbildung an fünf Standorten
Zwei Organisationsformen stehen dafür bereit: entweder die Tagesschule oder die berufsbegleitende Abendschule. Auch eine Ausbildung in Teilzeitform gibt es. Vier bis neun Semester dauert es, bevor sich den Studierenden mit dem Abschlusszeugnis beste Chancen auf einen krisensicheren Job mit Sinn auftun.
Wilfried Hude, der langjährige SOB-Direktor, bildete mit seinem Team Tausende Menschen zu Fachkräften für Kärntens Pflegewohnhäuser, Spitäler und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen aus. Er war oft Vorreiter bei neuen Unterrichtsmethoden und Lehrinhalten. So führte eine Methode für den Umgang mit dementen oder desorientierten Menschen ein.
Lebensqualität wird gestärkt
Schuldirektorin Eva Daisenberger: „Seit 40 Jahren begleiten wir angehende Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitsbereich dabei, Frauen und Männer in unterschiedlichsten Lebenssituationen professionell zu unterstützen – immer mit dem Blick auf deren Bedürfnisse. Sie setzen ihre Kompetenzen mit Empathie, Achtsamkeit und Kreativität ein, um Lebensqualität zu stärken. Das wollen wir feiern und freuen uns auf besondere Momente und Begegnungen mit Menschen, die die Schule zu dem gemacht haben, was sie heute ist: ein Hort der Professionalität, des Herzens und der Menschlichkeit.“
Infos für Interessierte
Die nächsten Info-Abende finden am 22. Mai um 16 Uhr am SOB-Standort Villach (Brauhausgasse 10) und am 12. Juni um 16 Uhr in der SOB Klagenfurt (Viktringer Ring 36) statt.
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