EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat gefordert, dass sich die EU „mittelfristig“ vom Import von Öl und Gas löst. Sie forderte dabei den Ausbau sowohl von erneuerbaren Energien als auch von Atomenergie – diese seien klimafreundlich und „grundlastfähig“.
„Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass unsere große Abhängigkeit von importierter fossiler Energie uns verwundbar macht“, sagte von der Leyen am Montag in Berlin auf der CDU/CSU-Fraktionsklausur.
In Europa produzierter Strom sei „Beitrag zu wirtschaftlicher Stabilität“
„Seit Beginn der Krise im Mittleren Osten haben wir 27 Milliarden Euro mehr für Gas- und Ölimporte bezahlt, ohne ein einziges Molekül an Energie zusätzlich zu bekommen“, sagte von der Leyen. Diese Abhängigkeit müsse man reduzieren, indem man günstigere Energie in Europa selbst produziere. „Jede Kilowattstunde hier erzeugter Energie ist ein Beitrag zu wirtschaftlicher Stabilität, zu bezahlbarer Energie und damit zur Unabhängigkeit Europas.“
Die Kommissionspräsidentin forderte dabei den Ausbau sowohl von erneuerbaren Energien als auch von Atomenergie. „Diese Energien werden in Europa erzeugt, sie belasten das Klima weit weniger, und die Kernenergie ist grundlastfähig“, sagte von der Leyen. Es gebe vor allem mit neuen kleinen modularen Reaktoren neue Perspektiven. Dazu werde in den USA, China, Japan, Kanada, Südkorea und Großbritannien geforscht.
EU forscht an modularen Kleinreaktoren
„Für uns ist wichtig, dass der Weg nach vorne bei der Energie Technologieneutralität ermöglicht“, so von der Leyen. „Deswegen fördert die Europäische Union nicht nur massiv den Ausbau erneuerbarer Energien, der Batterien und moderner Netze, sondern investiert eben auch in die Forschung an modularen Kleinreaktoren.“ In der schwarz-roten Koalition ist dieser Weg umstritten. Während die Union sich für die Nutzung der Kernkraft ausspricht, lehnt die SPD dies ab.
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