1998 erstmals dabei

Wird die WM-Ära von Pariasek heuer geschlossen?

Fast drei Jahrzente ist es her, dass Rainer Pariasek sein erstes Großevent im ORF moderierte – die Fußball WM 1998 in Frankreich. Kurz vor der nächsten WM-Reise erinnert er sich an die ungewöhnlichen Arbeitsbedingungen von damals.

Wie auch bei der anstehenden Fußball-WM in Amerika, war das ORF-Team auch 1998 ganz in der Nähe des Quartiers des österreichischen Nationalteams untergbracht. „Wir hatten ein gemeinsames Haus bei einem kleinen Sportplatz gemietet. Unser Studio war im Grunde ein Raum mit Kabinen – sehr improvisiert“, erinnert sich Pariasek. 

Bei der ganzen Berichterstattung rund um Fußball und der Verlockung des nahegelegenen Sportplatzes, hielt es die ORF-Journalisten nicht lange in ihren „Kabinen“. „Sehr zum Missfallen unseres Chefs haben wir natürlich regelmäßig auch selbst ein bisschen gekickt– bis sich ein Kollege die Achillessehne riss“, verrät der TV-Moderator. 

Zwischen Aufbruchsstimmung und Ernüchterung
Der Weg zur WM war geprägt von Emotionen – auch bei den Sportjournalisten. Mit Rückschlägen wie der Niederlage gegen Schottland, aber auch wichtigen Erfolgen, wie etwa gegen die Schweden und Belarus, war es eine „aufwühlende Zeit“, wie es Pariasek beschreibt. „Es war eine große Aufbruchsstimmung, ähnlich wie heuer. Die Erwartungen waren hoch!“

Umso größer war letztlich die Enttäuschung, als Österreich in der Gruppenphase ausschied. Rückblickend sieht Pariasek darin ein Beispiel für die Dynamik im Sportjournalismus: „Hoffnung und Realität liegen oft nah beieinander. Gerade beim Moderieren muss man da die eigenen Emotionen zurücknehmen.“ Eine Herausforderung, schließlich war Pariasek zu der Zeit gerade einmal zwei Jahre beim Fernsehen. Da kamen seine Vorerfahrungen, die er beim Radio gesammelt hat, gelegen.

Ein Kreislauf, der sich schließt?
Auch bei dieser Weltmeisterschaft wird Pariasek aus Amerika moderieren. „Ich bin schon sehr gespannt und hoffe, dass es nicht wieder eine Eintagsfliege wird und wir wieder 28 Jahre auf die nächste Österreich-Teilnahme warten müssen“, scherzt der Sportjournalist. Ob man ihn bei der nächsten WM ebenfalls im Fernsehen zu sehen bekommt, schließt der 61-Jährige zwar nicht aus, bezweifelt es aber – schließlich steht schon bald die Pension vor der Tür. 

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