Sirenenalarm Dienstagnachmittag rund um den Faaker See in Kärnten: Im Bereich der Taborhöhe bei Finkenstein ist ein Waldbrand ausgebrochen. Insgesamt 24 Feuerwehren kämpften gegen die Flammen an. Mit Luftunterstützung. Am Mittwochmorgen geht der Einsatz weiter.
Am Dienstagnachmittag gingen rund um den Faaker See zahlreiche Notrufe ein. Die dichte, dunkle Rauchsäule war so gewaltig, dass sie kilometerweit zu sehen war. Umgehend rückten die umliegenden Einsatzkräfte – insgesamt 24 Feuerwehren wie auch Exekutive – mit einem Großaufgebot aus. Auch drei Polizei-Hubschrauber, die mit Löschwasser aus dem Faaker See den Einsatz von der Luft aus unterstützten.
„Konnten Ausbreiten des Feuers verhindern“
„Zum Glück war der Wind einigermaßen überschaubar. So konnten wir am Dienstag Dank der Unterstützung der Hubschrauber und der zahlreichen Feuerwehrkräfte ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindern“, schilderte Libert Pekoll, Sprecher des Bezirksfeuerwehrkommandos Villach-Land die Lage.
Gegen 19 Uhr war der Brand auf der Taborhöhe schließlich unter Kontrolle. Die Faakersee Straße und Faakersee-Ufer Straße waren in der Zeit von 16.40 bis 20.30 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt. Um ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern, wurden aber Sprinkleranlagen zur Befeuchtung des Brandbereichs aufgestellt – und zudem eine nächtliche Brandwache gehalten. „Morgen werden wir die Wehren um 7 Uhr zum Weiterlöschen alarmieren“, so Oberbrandinspektor Thomas Warmuth. Das Feuer hat am Dienstag insgesamt sechs bis sieben Hektar Wald verwüstet.
Gerade bei Trockenheit kann eine in der Natur weggeworfene Zigarette Leben kosten!
Libert Pekoll, Bezirksfeuerwehrkommando Villach-Land
„Weit weg von Brand-Aus“ – Glutnester werden bekämpft
Am Mittwochmorgen nahmen 12 Feuerwehren die Löscharbeiten wieder auf. Im Einsatz ist aktuell wieder ein Polizeihubschrauber, der Wasser aus dem Faaker See entnimmt und mittels Wasserbehälter von der Luft aus löscht. Außerdem haben „wir einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehren eingerichtet. Sie bringen den Feuerwehrkräften Löschwasser auf den Berg“, erklärt Warmuth. „Es sind noch einige Glutnester zum Löschen, bevor wir endgültig Brand-Aus geben können“.
Bergrettung sichert Kameraden
Aufgrund der Steilheit des Geländes ist es für die Einsatzkräfte äußerst schwer, direkt zum Brandgeschehen vorzudringen. „Die Einsatzkräfte müssen teilweise mit Seilen gesichert werden, um so ein Abstürzen zu verhindern“, teilt Warmuth mit. Deswegen wurde nun auch die Bergrettung alarmiert, die die Kameraden sichert. Im Laufe des Tages kann es wieder zu Sperren der umliegenden Straßen kommen.
Im Zuge des Einsatzes richtet Libert Pekoll einen dringenden Appell an die Bevölkerung: „Gerade, wenn es so trocken ist, sollte man in der Natur besondere Vorsicht walten lassen. Und keine Zigarette unachtsam wegwerfen. Das kann Leben kosten!“
Wiese geriet in Brand
Beinahe zeitgleich mussten bei vier Feuerwehren in Paternion ausrücken: Hier war eine Wiesenfläche aus noch unbekannter Ursache in Brand geraten. Auch in Obervellach und in Bodenhof hatten die Florianis am Dienstag mit Wald- und Wiesenbränd zu kämpfen. Bei diesen Einsätzen waren die Flammen allerdings rasch unter Kontrolle.
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