Fataler Fehler

Tödlicher Flugzeugcrash: Lotse erteilte Freigabe

Ausland
24.04.2026 09:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der tödliche Unfall am New Yorker Flughafen LaGuardia im März ist einem vorläufigen Untersuchungsbericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB zufolge durch mehrere Kommunikationsfehler und das Fehlen geeigneter Ausrüstung verursacht worden. So bestand einer der gravierendsten Fehler darin, dass die Fluglotsen der Besatzung eines Feuerwehrfahrzeugs die Freigabe erteilten, die Startbahn zu kreuzen, während ein Flugzeug im Anflug war. 

Auf dem Flughafen LaGuardia hatte am 22. März 2026 kurz vor Mitternacht ein Flugzeug der Fluggesellschaft Air Canada auf der Landebahn ein Fahrzeug der Flughafenfeuerwehr gerammt. Die beiden kanadischen Piloten kamen ums Leben. Mehr als 40 weitere Menschen wurden verletzt, darunter die zwei Insassen des Einsatzfahrzeugs.

„Stop, stop, stop“
Ein Fluglotse hatte dem Protokoll des Towers zufolge den Fehler wenige Sekunden später bemerkt und die Besatzung des Feuerwehrfahrzeugs angewiesen: „Stop, stop, stop.“ Der NTSB-Untersuchungsbericht stellte jedoch fest, dass einer der beiden Insassen des Fahrzeugs „nicht wusste, an wen diese Anweisung gerichtet war“. Anschließend habe er gehört: „Truck eins, stop, stop, stop“, und erkannt, dass die Aufforderung ihnen galt. Zu diesem Zeitpunkt sei das Fahrzeug jedoch bereits auf die Startbahn gefahren.

(Bild: AFP/MICHAEL M. SANTIAGO)
(Bild: AFP/MICHAEL M. SANTIAGO)
(Bild: AP/Seth Wenig)

Kein Transponder im Fahrzeug
Ein weiterer Faktor bei dem Unfall sei das Fehlen eines Transponders in dem Feuerwehrfahrzeug gewesen. Ein an Bord befindlicher Transponder hätte die Fluglotsen automatisch darauf aufmerksam gemacht, dass sich das Flugzeug und das Fahrzeug möglicherweise auf Kollisionskurs befanden, hieß es in dem Untersuchungsbericht.

Bei dem Zusammenstoß kamen die beiden Piloten ums Leben.
Bei dem Zusammenstoß kamen die beiden Piloten ums Leben.(Bild: AP/Seth Wenig)

Da es kein solches Gerät gab, „war das System nicht in der Lage, die Flugspur des Flugzeugs mit der Spur von Truck eins zu korrelieren und sagte keinen möglichen Konflikt mit dem landenden Flugzeug voraus“, hieß es weiter.

Die vollständige Untersuchung der NTSB läuft noch, ein abschließender Bericht steht noch aus. Die Untersuchung kann bis zu einem Jahr dauern.

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