




Führende Köpfe der Initiativen für Verbesserungen im Gesundheitsplan wurden während der gestrigen Demo in das Landhaus zum Gespräch eingeladen. Die Initiativen sind zwar zuversichtlich, sind sich aber auch sicher, dass sie weiter kämpfen müssen. Denn man habe noch nicht genug Druck erzeugt. „Wir hören weiter alle Anliegen – aber ohne Kirchturmdenken“, heißt es aus der Landesregierung.
Die Landesräte Anton Kasser, Martin Antauer und Eva Prischl sowie Gesundheitssprecher aller fünf Landtagsparteien und Experten des Landes empfingen sechs Demo-Vertreter im Landhaus.
„Alte Strukturen werden erst zurückgefahren, wenn die Ersatzstrukturen stehen. Sollte es Nachbesserungsbedarf geben, wird natürlich nachgebessert“, betonte Kasser die wichtigsten Punkte. Auf Basis des Gesundheitsplans arbeite man an den Detailumsetzungen, wie an der Gesundheitsregion Weinviertel, den Waldviertelkliniken und speziell der Gesundheitsklinik Gmünd. „Natürlich wird es auch in Zukunft Gespräche über die Versorgung in den Regionen geben. Wir hören weiter alle Anliegen – aber ohne Kirchturmdenken“, so der Spitalslandesrat in einer Aussendung.
Landesräte Prischl und Antauer auch dabei
Gesundheitslandesrätin Eva Prischl, die für das Rettungs- und Notarztwesen zuständig ist, meinte, dass das Gespräch in einer sehr offenen und konstruktiven Atmosphäre stattgefunden habe. „Für mich war der Austausch äußerst positiv“, betonte sie. Der direkte Austausch wäre auch Landesrat Martin Antauer ein zentrales Anliegen gewesen. Er ist zuständig für den NÖ Gesundheits- und Sozialfonds und somit für die Finanzierung der Kliniken. „Gerade wenn Sorgen und Ängste im Raum stehen, ist es wichtig, zuzuhören und das Gespräch zu suchen. Ich nehme die Anliegen der Bürger sehr ernst“, erklärte Antauer.
„Wir konnten in kurzen Statements die Probleme ansprechen. Es gibt von allen Parteien Gesprächsbereitschaft. Aber wir haben auch mitbekommen, dass am Gesundheitsplan strikt festgehalten wird: Das heißt, wir müssen weiterkämpfen“, meinte eine der Sprecherinnen der Initiativen, die sich für Verbesserungen im Gesundheitsplan einsetzen, nach dem Gespräch. Es soll aber ein Gespräch mit dem Land über ein „Update“ in den nächsten Wochen geben, gab es auch Zuversicht bei den Demonstranten.





Initiativen kämpfen weiter
Kämpferisch nach den Gesprächen mit den Landesvertretern gab sich Tamara Schönsgibl vom Verein LKGmündbleibt, die sich dann auch an die Demonstranten wendete: „Es ist an uns die Bitte herangetragen worden, dass wir euch sagen, dass dieser Gesundheitsplan 2040 eine gute Sache ist. Ich habe ihnen gesagt, ich werde das nicht sagen, weil es nicht so ist. Und auch für Gmünd braucht es ein Update. Der Herr Landesrat Kasser glaubt es nicht, aber wir werden ihn davon überzeugen. Der Druck in Gmünd ist noch zu wenig. Vielleicht stellt sich doch mal die Gemeinde hinter die Bevölkerung in Gmünd, so wie es in anderen Regionen möglich ist. Wir werden nicht aufgeben. Unser Landesklinikum Gmünd bleibt, wir wissen, was wir haben und daran halten wir fest.“
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