Lauter Protestmarsch

1000 demonstrierten gegen den NÖ-Gesundheitsplan

Niederösterreich
23.04.2026 16:45

Stimm- und bildgewaltig setzte sich der Tross an vereinten Demonstranten gegen die Pläne des Gesundheitspaktes des Landes NÖ durch die Innenstadt von St. Pölten in Bewegung. Der Aufmarsch sei von der Dimension her der größte der letzten Jahre in der Landeshauptstadt gewesen, meinen Beobachter. Die „Krone“ war dabei.

„In St. Pölten ist das die größte Demo seit Jahren“, waren sich Beobachter über die Dimension des Protests gegen den Gesundheitsplan 2040+ des Landes einig. Die lange Protestschlange marschierte am Donnerstag gegen 11 Uhr vom Bahnhof bis zum Landhaus. Die Polizei ging von rund 1000 Demonstranten aus.

Der Marsch führte vom Bahnhof über die Kremser Gasse und Wiener Straße zum Landhaus. Friedrich aber laut zog sich der Protest-Tross vom Bahnhof durch die St. Pöltner Innenstadt. Peifsignale und Tröten wurden eingesetzt. „Wir sind hier, wir stehen da, weil man uns den Notarzt klaut“ war beispielsweise oft im lauten Protestchor zu hören.

Hexenkessel-Stimmung vor dem Landhaus
Die Richtung des Protestmarsches war klar: Man brauche keine Abgeordneten, die über die Köpfe und Regionen hinweg entscheiden. In Niederösterreich halte man zusammen, weder Gmünd noch andere würden alleine dastehen. Man fordere Neuverhandlungen. Als die Menschenmenge auf den Platz mit den ständigen Rufen: „Hört zu, hört zu, hört zu“, entwickelte sich kurz eine Hexenkesselstimmung, bis sich die Demonstranten wieder beruhigten und der Kundgebung der Initiativen gegen Gesundheitsplan lauschten. Einige Sprecher der Initiativen erklärten die großen Probleme, die der neue Gesundheitsplan des Landes in ihren Regionen auslöse. Zu jeder Initiative wurde solidarisch applaudiert und abschließend sogar die Landeshymne gesungen. 

Oberösterreicher und Steirer dabei
„Inhaltliche Gespräche wurden uns lange verweigert“, betonte der Moderater der Demo, Christian Oberlechner, dass die Politik und das Land bei den Gesprächen um die Erhaltung des Schwerpunkt-Status der Klinik Mistelbach endlich und erstmals zugehört hätten. „Da hat es geklappt. Das wird es genauso auch woanders“, gab er sich zuversichtlich und freute sich, dass sogar Vertreter inklusive Ortschef aus den Grenzregionen Oberösterreich und der Steiermark zum Protestmarsch hinzugekommen sind, weil zum Beispiel der Notarztstützpunkt Waidhofen an der Ybbs auch dort die Menschen versorgt. 

Ortschefs unter den Demonstranten
Zu dem Protestmarsch gesellten sich aber auch eine Reihe von Bürgermeistern aus Niederösterreich hinzu, die ebenso grobe Nachbesserungen für ihre Regionen forderten.  Viele Vorwürfe und Versäumnisse wurden aufgezeigt, am plakativsten formulierte es der SPÖ-Bürgermeister Manfred Grill von Bad Großpertholz im Bezirk Gmünd, der das Mikro ergriff: „Wir sind von Seiten der LGA von der ersten bis zur letzten Minute nur eines geworden: angelogen“, erhob der Ortschef schwere Vorwürfe gegen den NÖ-Klinikenbereiber Landesgesundheitsagentur. 

Am Schluss der Kundgebung zogen die Demonstranten genauso friedlich ab, wie sie gekommen waren. Allerdings leise und mit dem Versprechen, dass man bis zur letzten Sekunde für drastische Verbesserungen kämpfen werde. „Denn derzeit werden mit diesen Plänen Menschenleben gefährdet“, ist die einhellige Ansicht der Demonstranten. 

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