Delogierungen abwenden

Nationalrat beschloss Wohnschirm bis 2029

Innenpolitik
23.04.2026 17:39
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Nationalrat hat am Donnerstag den sogenannten Wohnschirm bis 2029 verlängert. ÖVP und NEOS betonten, dass die eigentliche Zuständigkeit bei den Bundesländern läge. Bei dem Wohnschirm geht es um die Übernahme von Mietzinsrückständen beziehungsweise um Wohnungswechsel.

Auf diese Weise soll Obdachlosigkeit verhindert werden. Bis 2029 werden nun jährlich 28 Millionen Euro in die Hand genommen. Zuletzt habe man noch 4000 Menschen vor einer Delogierung bewahren können, sagte SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch. Das Verhindern von Delogierungen verhindere auch hohe Kosten von Obdachlosigkeit, ergänzte NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser. Ähnlich äußerte sich Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ). Bisher habe 40.000 Menschen durch den Wohnschirm geholfen werden können. Die Hälfte der Fälle war schon in Räumungsverfahren.

Die Maßnahme sei während der Corona-Pandemie und damit in einem Ausnahmezustand eingeführt worden, sagte der ÖVP-Abgeordnete Ernst Gödl. Man hoffe aber, irgendwann einmal wieder in einen Normalzustand zu kommen, damit der Schirm nicht mehr benötigt werde. Die Maßnahme wäre eigentlich Ende dieses Jahres ausgelaufen.

FPÖ kritisiert Bild von Frau mit Kopftuch
Die Verlängerung wurde am Donnerstag einstimmig beschlossen. FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch bemängelte jedoch, dass überproportional Menschen ohne österreichischen Pass profitieren würden. Außerdem kritisierte sie, dass der Wohnschirm auf der Website mit einem Bild von einer Frau mit Kopftuch beworben werde. Mittlerweile würde überhaupt ein großer Anteil der Sozialhilfe an ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger gehen.

Die Grünen hätten den Wohnschirm gerne unbefristet verlängert und weitere Maßnahmen beschließen wollen, darunter Ausnahmen vom Zuverdienstverbot für Arbeitslose. Zusätzlich zu dem Wohnschirm wurde am Donnerstag die Schulstarthilfe für Kinder und Jugendliche aus Sozialhilfehaushalten fortgeführt. Das sind Sachleistungen in Form von Gutscheinen sowie einer Bezahlkarte für Schulartikel in der Höhe von 150 Euro, die zweimal jährlich gewährt werden. Sie kommen etwa 50.000 Schülerinnen und Schülern zugute.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt