Und jetzt Zuseher ...

Auftakt-Horror! Der erste Unglücksrabe dieser WM

Was für ein gebrauchter WM-Auftakt für Südafrika-Kicker Yaya Sithole! Das Nervenkostüm des Mittelfeldspielers hielt im Aztekenstadion nur wenige Minuten – anschließend wurde es immer mehr zu einem Horror-Abend. Und auf seinen nächsten WM-Auftritt muss er nun auch noch warten. 

Ein WM-Auftaktspiel ist für jeden Spieler eine besondere Angelegenheit – so ist es auch nicht verwunderlich, dass so mancher Südafrika-Kicker zu Beginn der Partie Probleme hatte, in den richtigen Spielrhythmus zu finden. Dass man im Aztekenstadion auch noch gegen die Stimmgewalt der Mexiko-Fans zu kämpfen hatte, machte die Situation natürlich nicht besser.

Für einen Akteur entwickelte sich der WM-Traum am Donnerstagabend aber zu einem realen Albtraum. Yaya Sithole rückte in der neunten Minute erstmals ins Rampenlicht, als er einen verheerenden Fehler im Aufbauspiel beging. 

Folgenschwerer Fehler!
Der Kicker von Portugal-Klub Tondela ließ sich unmittelbar vor dem eigenen Sechzehner die Kugel abluchsen. Ein folgenschwerer Fehler, den Erik Lira gleich zu nutzen wusste. Dessen Pass auf Julian Quinones gipfelte schließlich in der umjubelten Führung. Sithole hingegen war die Verunsicherung anschließend deutlich anzumerken. 

Er und die gesamte Hintermannschaft hatten anschließend in der ersten Halbzeit Glück und durften sich bei Torwart Ronwen Williams bedanken, dass es nicht gleich mehrere Gegentore hagelte. Für Sithole wurde es aber auch nach der Pause nur noch schlimmer.

Es wurde noch schlimmer
Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff sah sich der Südafrikaner als letzter Mann Brian Gutierrez gegenüber. Der 27-Jährige musste schließlich die Notbremse ziehen – wobei der Mexikaner sich in dieser Situation auch gewieft verhalten hatte. Es folgte ein Freistoß aus gefährlicher Position. Für Sithole war es die letzte Aktion des Spiels – er sah die Rote Karte. 

Der folgenschwere Moment!
Der folgenschwere Moment!(Bild: EPA/JOSE MENDEZ)

Niedergeschlagen schlich der Pechvogel vom Feld und musste anschließend aus dem Kabinentrakt zuschauen, wie seine Mannschaft eine weitere Rote Karte und noch einen Gegentreffer kassierte. Auch im zweiten Gruppenspiel gegen Tschechien wird er nur als Zuseher fungieren dürfen. Falls die FIFA streng agiert, könnte er auch noch für die dritte Gruppenpartie gegen Südkorea gesperrt werden – und das WM-Abenteuer damit endgültig zum Horror-Ausflug werden. 

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