Dejan Ljubicic hat am Mittwoch im Strandurlaub in Kroatien von seiner Nachberufung in den WM-Kader des österreichischen Nationalteams erfahren. Der Mittelfeldmann von Schalke 04 reiste daraufhin am Donnerstag ins Teamcamp nach Santa Barbara.
Im 26-köpfigen Aufgebot von Teamchef Ralf Rangnick ersetzt er den verletzten Christoph Baumgartner. „Erstmals freue ich mich, dass ich dabei bin. Es ist etwas Besonderes“, sagte Ljubicic nach seiner Ankunft in einem ÖFB-Interview.
Er habe Glück gehabt, erklärte Ljubicic nach seinem zwölfstündigen Flug von Wien nach Los Angeles. „Dass sich ‘Baumi‘ verletzt hat, tut mir unendlich leid, weil er ein unfassbar wichtiger Spieler für uns ist“, betonte der 28-Jährige, der zuletzt vor über zweieinhalb Jahren im ÖFB-Team gestanden ist.
Sein neuntes und bisher letztes Länderspiel absolvierte Ljubicic im September 2023 in einem Test in Linz gegen die Republik Moldau (1:1). Davor war der damalige Köln-Legionär in der EM-Qualifikation noch regelmäßig zu Kurzeinsätzen gekommen. Vom 1. FC Köln ging es für den früheren Rapid-Kapitän im Vorsommer zu Dinamo Zagreb. Nach seinem Wintertransfer zu Schalke gelang ihm mit den Gelsenkirchnern im Frühjahr der Aufstieg in die deutsche Bundesliga.
„Dann ging es richtig schnell“
Rangnick hatte Ljubicic schon in den vergangenen Jahren regelmäßig auf die Abrufliste gesetzt. Diesmal wählte er den vielseitigen Wiener, der auf fast allen Mittelfeld-Positionen und als Außenverteidiger aushelfen kann, als Nachrücker aus. „Der Anruf vom Teamchef kam um sieben Uhr in der Früh“, schilderte Ljubicic. „Ich habe halt noch bis halb zehn Uhr geschlafen, dann ging es richtig schnell. Ich bin dann von Split nach Wien geflogen, habe die Sachen gepackt, und bin dann von Wien nach Los Angeles.“
Dann ging es richtig schnell. Ich bin dann von Split nach Wien geflogen, habe die Sachen gepackt, und bin dann von Wien nach Los Angeles.
Dejan Ljubicic
Die Reise sei anstrengend gewesen. „Aber das nimmt man alles in Kauf, weil so etwas hat man nicht alle Tage“, sagte Ljubicic über seine etwas unverhoffte WM-Premiere. Am Freitag soll er in Santa Barbara bereits ins Training einsteigen, am Dienstag (6 Uhr in der Nacht auf Mittwoch MESZ) folgt in Santa Clara der WM-Auftakt gegen Jordanien. „Ich bin da, um die Mannschaft zu unterstützen“, betonte Ljubicic. „Ich werde alles geben und freue mich auf jeden Fall schon auf das erste Spiel, und dass wir da zeigen, wer Österreich ist.“
Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Robert Ljubicic war einst ebenfalls im Blickfeld von ÖFB-Teamchef Rangnick gestanden, entschied sich Ende 2022 trotz einer Einladung für einen Lehrgang des A-Teams aber für den kroatischen Verband. Dort ist der frühere ÖFB-U21-Nationalspieler bisher zu keinem Länderspiel-Einsatz gekommen. Mit AEK Athen holte er in der abgelaufenen Saison aber den griechischen Meistertitel.
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