Stellung zeigt:

Mehr Kilos bei Rekruten: Gewicht legt deutlich zu

Österreich
23.04.2026 15:39
Porträt von krone.at
Von krone.at

Österreichs junge Männer wachsen – aber vor allem in die Breite. Neue Daten des Verteidigungsministeriums zeigen: Stellungspflichtige sind im Langzeitvergleich zwar etwas größer geworden, gleichzeitig hat ihr Gewicht jedoch deutlich stärker zugelegt.

Konkret stieg die durchschnittliche Körpergröße der Geburtsjahrgänge 1972 bis 2006 von 177 auf 179 Zentimeter. Deutlich markanter fällt die Entwicklung beim Gewicht aus: Dieses erhöhte sich im Schnitt von 71 auf 77 Kilogramm. Besonders auffällig ist der Anstieg bei schwereren Personen: Der Anteil jener mit mehr als 90 Kilogramm hat sich verdreifacht und liegt mittlerweile bei 18 Prozent.

Übergewicht bleibt überraschend stabil
Trotz dieser Entwicklung blieb die Zahl der diagnostizierten Übergewichtigen im Zehnjahresvergleich in etwa konstant. Nach einem Anstieg während der Corona-Jahre gingen die Zahlen zuletzt wieder leicht zurück und liegen ungefähr auf dem Niveau von 2015 – allerdings bei insgesamt weniger Stellungspflichtigen.

Tauglichkeit seit Jahren konstant
Auch bei der Tauglichkeit zeigt sich ein stabiles Bild: Seit 2015 werden rund 65 Prozent der jungen Männer als tauglich eingestuft. 2021 wurde zusätzlich die Kategorie „teiltauglich“ eingeführt, die jedoch bisher nur geringe Fallzahlen aufweist. Die Gesamtzahl der Stellungen ist im Vergleich zu vor zehn Jahren zurückgegangen, lag zuletzt – abgesehen von pandemiebedingten Schwankungen – mit rund 47.000 aber wieder auf dem Niveau der späten 2010er-Jahre.

Plattfuß löst Kurzsichtigkeit ab
Bei den Diagnosen hat es hingegen eine Verschiebung gegeben: Erstmals ist der Plattfuß die häufigste festgestellte Erkrankung. Im Jahr 2025 wurden knapp 8100 Fälle registriert, womit er die lange führende Kurzsichtigkeit (7800 Diagnosen) überholt hat. Dahinter folgen Allergien (5700) und Übergewicht (4700). Zugenommen haben zudem die diagnostizierten psychischen Erkrankungen.

Bundesheer plant Reform der Stellung
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) sieht in der Stellung einen entscheidenden ersten Kontakt junger Menschen mit dem Bundesheer. Diese müsse daher moderner und attraktiver gestaltet werden. Geplant ist unter anderem eine Studie zur Weiterentwicklung der sogenannten Stellungsstraße.

Von der Stellungsstraße zur „Gesundheitsstraße“
Dabei sollen zwei zentrale Fragen geklärt werden: Einerseits, wie die Stellungsstraße zu einer „Gesundheitsstraße“ ausgebaut werden kann. Andererseits, wie organisatorisch die Voraussetzungen geschaffen werden können, damit auch Frauen dieses Angebot freiwillig nutzen können.

Digitales Talentetool vor dem Start
Zusätzlich ist ein digitales „Talentetool“ vorgesehen, das Stellungspflichtigen bereits im Vorfeld zur Verfügung gestellt werden soll. Damit sollen Interessen und Stärken erhoben werden – etwa für den Einsatz im Sanitätsdienst oder in der Infanterie. Die Ergebnisse werden anschließend gemeinsam mit Wehrdienstberatern besprochen. Ein erster Testlauf ist im Juni in Kärnten geplant, die Ergebnisse sollen im Juli präsentiert werden.

Stellung liefert wichtige Gesundheitsdaten
Aus medizinischer Sicht erfüllt die Stellung mehrere Funktionen, wie Brigadier Andreas Kaltenbacher vom militärischen Gesundheitswesen betonte. Sie liefert wichtige Daten zur Gesundheit eines gesamten Jahrgangs, kann durch Zufallsbefunde bei Untersuchungen potenziell lebensrettend sein und hilft, gesundheitliche Schäden während des Wehrdienstes zu vermeiden.

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