Nach acht Minuten und 31 Sekunden war es so weit: Julián Quiñones erzielte den ersten Treffer der seit Donnerstagabend (MESZ) laufenden Fußball-WM. Der Mexikaner sorgte folglich mit einem besonderen Jubel für Aufsehen. Dieser kam dem einen oder anderen Zuschauer doch bekannt vor.
Das waren Bilder, die um die Welt gingen: Beim Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft 2010 erzielte Siphiwe Tshabalala ein Traumtor für Südafrika zum 1:0-Sieg beim Auftakt gegen Mexiko. Der mittlerweile 41-Jährige legte danach einen besonderen Jubeltanz mit seinen Teamkollegen hin.
„Von all den Momenten, die ich kommentieren durfte, ist das wohl der speziellste“, sagte die englische Kommentatoren-Legende Peter Drury. „Noch heute werde ich bei diesem Tor ganz emotional und kriege Gänsehaut.“
Wieder gewann der Gastgeber das Eröffnungsspiel
16 Jahre später erlebten die Fußball-Fans rund um den Globus ein Déjà-vu. Wieder standen sich zum Auftakt des größten Fußballereignisses der Welt Mexiko und Südafrika gegenüber. Erneut mit dem besseren Ende für den Gastgeber. „El Tri“ schlugen „Bafana Bafana“ mit 2:0.
Und der erste Torschütze, Julián Quiñones, schien sich noch ganz genau an den legendären Moment von 2010 erinnert zu haben. Im Nachgang seines Führungstreffers legte er ebenso den Jubel hin, mit dem Tshabalala die Welt verzückte.
Den Mexikanern gelang damit auf vielen Ebenen eine Revanche für das einstige Duell in Südafrika. Vorerst blieb offen, wie Tshabalala die Aktion seines Nachahmers fand. An sein Tor 2010 wird sich der Südafrikaner, der beim Auftakt auch als TV-Experte im Einsatz war, aber wohl bis an sein Lebensende erinnern. „Es fühlt sich immer noch wie ein Traum an“, sagte er kürzlich.
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