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Rund 30 Jobs weg: Sandoz schließt Produktionslinie

Tirol
22.04.2026 14:20
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Nachdem zuletzt mitgeteilt geworden war, dass der Generika-Hersteller Sandoz an seinem Standort im Tiroler Kundl rund 100 Beschäftigte infolge der Schließung eines Development Centers abbauen will, ist nun eine Stilllegung geringeren Ausmaßes bekannt geworden. Am Standort in nahegelegenen Langkampfen/Schaftenau wird die Produktion des Wirkstoffs Thyronin geschlossen. 30 Beschäftigte seien betroffen.

„Für den größeren Teil der betroffenen Mitarbeiter konnten wir eine alternative Position finden“, erklärte das Unternehmen gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“. Hinsichtlich der restlichen Betroffenen sei man in Gesprächen mit dem Betriebsrat: „Wir hoffen, bis Ende des Jahres eine Lösung zu finden.“ Bereits vor einem Jahr sei die Belegschaft informiert worden, dass die Thyronin-Produktion mit Ende 2026 auslaufen werde.

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Verbunden mit den hohen Fixkosten ist die Produktion wirtschaftlich nicht mehr tragbar.

Die Verantwortlichen von Sandoz

Bei der Herstellung des Wirkstoffs handle es sich um einen vergleichsweise kleinen Produktionsstrang mit geringem Volumen. Am Weltmarkt seien die Preise und die Nachfrage zurückgegangen. Verbunden mit den hohen Fixkosten sei die Produktion damit „wirtschaftlich nicht mehr tragbar“, argumentierten die Verantwortlichen. Die Produktionsanlagen für die Thyronin-Herstellung würden stillgelegt und abgebaut, ebenso die Lagertanks. Auch die zugehörigen Nebenräume benötige man nicht mehr. Bei Thyronin handelt es sich um eine Grundsubstanz diverser Schilddrüsenhormone.

Abbau in Kundl
Die Pläne für die Schließung des Development Centers in Kundl, das auf die Entwicklung generischer Arzneimittel ausgerichtet ist, waren indes Mitte März bekannt geworden. Die Maßnahme würde ausschließlich die Entwicklungsorganisation betreffen, nicht hingegen den Antibiotika-Produktionsstandort, verlautete es seitens des Unternehmens. Argumentiert wurde mit der Notwendigkeit, „wettbewerbsfähig zu bleiben und die Organisation zukunftsorientiert aufzustellen.“

Der Betriebsrat sprach gar vom Abbau von 170 bis 190 Jobs. Sandoz wollte diese Zahlen weder bestätigen noch dementieren. Aktuell hieß es, man sei „in Gesprächen mit dem Betriebsrat“. Die Entscheidung hatte – vor allem angesichts von erfolgten öffentlichen Förderungen und Investitionen in den Standort – scharfe Kritik der Tiroler Regierungspartei SPÖ und der Gewerkschaft zur Folge.

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