Bei der heimischen Polizei soll schon heuer ein Probebetrieb zu neuen Dienstzeiten starten. 24-Stunden-Dienste sollen abgeschafft werden. Das Innenministerium verspricht sich von 12-Stunden-Schichten mehr Flexibilität und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Beamten. Doch es gibt Widerstand.
„Reformen brauchen Hausverstand. Wenn am Ende jene schlechter aussteigen, die täglich für unsere Sicherheit sorgen, ist das der falsche Weg“ – Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) bezieht Position zur umstrittenen Dienstzeitreform bei der Polizei, die das VP-geführte Innenministerium plant.
Probebetrieb wackelt
Mit 1. Juni sollte ein Probebetrieb in Linz starten, dieses Datum wackelt und soll in den Herbst verschoben werden. Die Gewerkschaft hatte vor allem kritisiert, dass beim neuen Modell mehr Wochenenddienste, die nicht extra bezahlt werden, zu leisten sind. Das würde 400 bis 900 Euro Einkommensverlust pro Monat bewirken.
„Wir haben unsere Bedenken auch dem Landeshauptmann vorgetragen und er hat jetzt reagiert“, freut sich FCG-Gewerkschafter Johann Floss über den politischen Rückenwind. Oberösterreichs Landespolizeidirektor Andreas Pilsl verteidigte das neue System als flexibler, will auf die Sorgen der Belegschaft eingehen.
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