Die geänderten Maßnahmen für die „Gesundheitsregion Weinviertel 2040+“ wurden von der Landesregierung nun einstimmig beschlossen. Auch die SPÖ stimmte zu, scharfe Kritik üben jedoch die Grünen.
Nach der Präsentation kam es nun zum Beschluss in der NÖ-Landesregierung der am Montag vorgestellten Maßnahmen für die Gesundheitsregion Weinviertel. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sieht darin „ein Generationenprojekt, das wir im Weinviertel eingeschlagen haben – für heute, morgen und kommende Generationen.“ Auch Stellvertreter Udo Landbauer lobt das „starke Netz aus Medizin, Pflege und Ausbildung.“ Sven Hergovich und Landesrätin Eva Prischl unterstützen den eingeschlagenen Weg, aber „Standortfragen dürfen nicht zum Politikum werden.“ Und: Änderungen müssten „mit echten Verbesserungen verbunden sein“.“
„Es ändert sich nichts, nur bei HNO gibt es Probleme“
Eine bittere Pille wird man in Mistelbach aber zu schlucken haben: Die bereits geschrumpfte HNO-Abteilung werde nicht wieder hergestellt – zumindest sei das momentan nicht möglich, wie man aus dem Büro von Anton Kasser betont. Dies begründe sich durch einen besonders hohen Personalmangel dieser Gesundheitssparte, heißt es. Eines sei aber fix: Es ändere sich nichts an den bestehenden Strukturen in Mistelbach sowie auch den am Montag präsentierten Plänen der Gesundheitsregion Weinviertel 2040+. Da die Situation dort jetzt „entschärft“ ist, wird man vor allem im Waldviertel und in den Regionen, in denen Notarztstützpunkte aufgelassen werden sollen, lauter.
„Landhaus-Demo“ wird von vielen regionalen Initiativen durchgezogen
Wie geplant wird morgen, Donnerstag, eine große Demo vor dem Landhaus über die Bühne gehen, für die sich mehrere Plattformen vereint haben. Die Drähte laufen bei Tamara Schönsgibl zusammen, die auch Obfrau des Vereins „#LKGmündbleibt“ ist. Sie hält im Gespräch mit der „Krone“ daran fest, dass die Klinik keinesfalls zum Ambulatorium abgewertet werden sollte. Hier kontert man aus dem Büro Kasser, dass „mit den Schwerpunktkliniken Zwettl und Horn samt den anderen untergeordneten Standorten eine ähnlich stringente Situation wie im Weinviertel vorherrscht.“
Grüne sehen die Gesundheitspolitik der Regierung sehr skeptisch
Zurück zur Politik: Die Grünen begrüßen zwar, dass vor allem im bislang stiefmütterlich behandelten Bezirk Gänserndorf ein Ambulatorium entstehen soll. „Hier hat sich unser Landtagsantrag gelohnt“, so Helga Krismer. Ansonsten gibt es grobe Zweifel am eingeschlagenen Kurs der Landesregierung: „In Niederösterreich bleibt die Lage kritisch, das Gesundheitschaos 2040+ gehört gestoppt“, äußert sich Krismer scharf und ruft zur Demo-Teilnahme auf.
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