Bisher waren viele Häuslbauer nach dem Bau zwölf Jahre von der Abgabe befreit. Diese beträgt im Schnitt 200 bis 250 Euro pro Jahr. Das dazugehörige Gesetz wird jetzt ab 2027 aufgehoben. Der Entschluss dazu fällt am Mittwoch in der Ausschusssitzung des Salzburger Landtags. Bürgermeister sind froh über die Entscheidung.
Für Häuslbauer und auch künftige Neuwohnungsbesitzer wird es teurer. Das „Bauten-Grundsteuerbefreiungsgesetz 1998“ wird ab dem 1. Jänner 2027 aufgehoben. Sofern die Abschaffung in der heutigen Landtagssitzung beschlossen wird. Bisher waren viele Errichter zwölf Jahre lang von der Abgabe befreit. Bei einem durchschnittlichen Haus beträgt diese etwa 200 bis 250 pro Jahr. Auf zwölf Jahre summiert sich das auch auf 3000 Euro. Dennoch begrüßen die Bürgermeister den Schritt. „Denn der Verwaltungsaufwand ist extrem groß“, sagt etwa Mattsees Ortschef Michael Schwarzmayr (SPÖ) und fügt hinzu: „Das ist eine echte Verwaltungsvereinfachung.“ Das sieht auch der Grödiger Bürgermeister Herbert Schober so. „Ein Problem ist auch, dass die Einheitswertbescheide für die Berechnung das Finanzamt machen muss. Und das dauert teils sehr lange.“ Durch Aufrollungen Jahre später waren die Besitzer mit hohen Nachforderungen konfrontiert.
Der Adneter Ortschef und Landtagsabgeordnete Wolfgang Auer (ÖVP) spricht bei der Abschaffung von einer „langjährigen Forderung der Gemeinden.“ Er fordert generell eine große Reform der Grundsteuer. Die kann aber nur der Bund machen. Ein weiteres Problem für Auer: „Die Grundsteuer wurde nie evaluiert und ist seit Jahren auf dem gleichen Stand.“
Für die Gemeinden bedeutet die Abschaffung der Befreiung rund 4,5 Millionen Euro Mehreinnahmen im Jahr. Geld, das für wichtige Infrastrukturmaßnahmen benötigt wird. Alte Befreiungen und jene aus dem heurigen Jahr sind vom neuen Gesetz nicht betroffen.
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