Solides Budget

Sparkurs rettet fünf Gemeinden vor dem Ausgleich

Salzburg
03.04.2026 08:00

Fünf von zwölf Salzburger Gemeinden, die finanzielle Hilfe vom Land beantragten, schaffen doch noch ein ausgeglichenes Budget. Damit ist die Zahl im Vergleich zu 2025 gesunken. Salzburgs Gemeinden stehen im Österreich-Vergleich besser da als andere Bundesländer.

„Wir haben nicht bei einem Großprojekt gespart. Auch Kleinvieh macht Mist“, sagt Florian Juritsch, ÖVP-Bürgermeister von Unken – froh, dass die Gemeinde doch ausgeglichen budgetieren kann. Die Finanzen von Unken wurden in intensiven Verhandlungen mit dem Land noch einmal genau durchforstet. Schlussendlich konnte ein Loch von rund 200.000 Euro gestopft werden. Unken muss damit die Budgethoheit für 2026 nicht an das Land abgeben.

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Es ist für jede Gemeinde erfreulich, wenn man die Budget-Hoheit für das laufende Jahr doch nicht an das Land abgeben muss.

Florian Juritsch, ÖVP-Bürgermeister Unken

Ähnlich erfreuliche Nachrichten gibt es aus Mauterndorf: Ein Faktor im Budget, das doch ausgeglichen ist, waren Projekte, die günstiger kommen als erwartet. Beispiel dafür: „Der Rückbau von zwei alten Tennisplätzen“, informiert ÖVP-Ortschef Herbert Eßl. Rund 100.000 Euro müssen jetzt noch aufgetrieben werden: „Dazu sind wir in der Lage“, so Eßl.

Das Biosphärenpark-Besucherzentrum, das verschoben wurde, hätte für die Gemeinde keine zusätzlichen finanziellen Turbulenzen bedeutet. Eßl: „Wir sind in einem guten Austausch. Es stehen ja alle 15 Lungauer Gemeinden dahinter.“

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Das Biosphärenpark-Zentrum hätte uns im Gemeindebudget keine Schwierigkeiten bereitet.

Herbert Eßl, Ortschef (ÖVP) von Mauterndorf

Auch Neumarkt schaffte den Absprung vom Ausgleich. Ausruhen will sich SPÖ-Bürgermeister David Egger-Kranzinger auf der schwarzen Null aber nicht. „Es ist weit weg von einem Lichtblick.“ Reserven aus dem Ausgleich im Vorjahr, Sparmaßnahmen und Grundstücksverkäufe, die Egger selbst auch kritisch sieht, verbesserten die finanzielle Lage von Neumarkt. Außerdem stellte das Land Kredite für zwei Großprojekte in Aussicht.

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Mit 15,3 Millionen Euro haben wir einen hohen Schuldenstand. Wir halten weiter an Sparmaßnahmen fest.

David Egger-Kranzinger, SPÖ-Bürgermeister von Neumarkt

Insgesamt stellten zwölf Salzburger Orte für 2026 den Antrag auf Ausgleich. Hilfe bot auch der Gemeindeverband an. Mit Unternberg, Hüttschlag, Unken, Mauterndorf und Neumarkt schafften fünf den Absprung.

Mit Rauris, Lend, Ebenau, Dorfbeuern, St. Andrä, Thomatal und Ramingstein müssen sieben Orte in den Ausgleich. Im Vorjahr waren es noch zehn Gemeinden. Salzburg steht deutlich besser da als andere Bundesländer.

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