Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz kann laut eigener Aussage „relativ vertrauensvoll und gut“ mit US-Präsident Donald Trump sprechen. Auch auf NATO-Generalsekretär Mark Rutte treffe das zu, sagte Merz. „Andere haben, aus welchen Gründen auch immer, vielleicht mehr Probleme mit ihm“, meinte der deutsche Kanzler.
Er selbst versuche, ein gutes persönliches Verhältnis zu erhalten, da Trump nun einmal US-Präsident sei. „Und der deutsche Bundeskanzler muss mit jedem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika versuchen, vernünftig auszukommen“, sagte Merz in Berlin. Er habe vor allem dann Zugang zu Trump, „wenn die Türen geschlossen sind und die Presse nicht mehr dabei ist (...)“. Es sei allerdings nicht gut, „es ist halt schwierig“, wandte er ein.
Laut einer aktuellen Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos sind bereits 62 Prozent der befragten US-Amerikanerinnen und -amerikaner mit Trumps Arbeit unzufrieden. Am meisten Zuspruch erntete der US-Präsident noch kurz nach seinem Amtsantritt im Jänner 2025. Aktuell finden 36 Prozent der Befragten, dass der Republikaner einen guten Job macht.
Bürger zweifeln an geistiger Verfassung
Zudem ist etwa jede zweite Person (51 Prozent) der Ansicht, dass sich Trumps geistige Verfassung verschlechtert habe. Nur ungefähr jede vierte Person (26 Prozent) hält den Präsidenten für ausgeglichen. Die Einschätzungen folgen auf eine Reihe von neuen Wutausbrüchen und rhetorischen Rundumschlägen, etwa der Drohung, die gesamte iranische Zivilisation auszulöschen und dem Streit mit Papst Leo XIV. Der Pontifex kommt in der Umfrage deutlich besser weg: Sechs von zehn Befragten (60 Prozent) haben eine positive Meinung von dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
Die Politik Trumps wird auf vielen Linien abgelehnt: So befürworten nur 36 Prozent die Militärschläge gegen den Iran, 16 Prozent befürworten einen Austritt aus dem Militärbündnis NATO. Zudem sind wenige US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner vom Umgang Trumps mit den Lebenshaltungskosten überzeugt.
An der Umfrage nahmen mehr als 4500 Erwachsene teil. Die Fehlerquote beträgt zwei Prozentpunkte.
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