Kritik von Wirten und Anrainern der Oberwarter Innenstadt reißt nicht ab – teure Tarife, späte Umfrage und fehlende Lösungen sorgen für Unmut. Groß ist der Ärger auch, weil im Bereich der beiden Friedhöfe künftig ein Park- und Halteverbot gibt.
Ab 27. April werden in Oberwart vier stark frequentierte Tagesparkplätze mit rund 400 Stellplätzen gebührenpflichtig (Mo. bis Sa. von 6 bis 20 Uhr). Entlang der Hauptstraße und in Nebenstraßen bleibt das Parken für 90 Minuten gratis. Der Unmut in der Innenstadt wächst. Besonders scharf fällt die Kritik aus der Gastronomie aus. In einem Brief wird der Schritt zwar als nachvollziehbar bezeichnet, die Umsetzung sei jedoch „an Dilettantismus nicht zu überbieten“.
Wirte fürchten um sinkende Umsätze
Die Maßnahme treffe Bewohner und Betriebe gleichermaßen, die Sorge gilt sinkender Frequenz und Umsätzen. Zudem heißt es, die Einnahmen könnten „so manche Löcher stopfen“.
Stadtchef Georg Rosner (ÖVP) zeigt sich empört: „Das Geld aus der Bewirtschaftung ist zweckgebunden und fließt ausschließlich in Infrastrukturmaßnahmen.“ Für massive Kritik sorgt auch die unterschiedliche Tarifgestaltung: 480 Euro jährlich zahlen Anrainer in der Innenstadt für einen Dauerparkplatz, im Bereich der Klinik „nur“ 170 Euro für zwei Jahre. Rosner verweist auf unterschiedliche Rechtsgrundlagen. „In der Stadt mietet man eine private Stellfläche, im Bereich der Klinik geht es um einen Parkplatz im öffentlichen Gut.“
Umfrage endet 14 Tage nach Start der neuen Parkregelung
Zündstoff liefert auch eine Umfrage unter 1600 Anrainer, die der Stadt bis 11. Mai – 14 Tage nach dem Start der Bewirtschaftung – ihren Bedarf melden sollen. Für viele ein Affront. Die Umfrage sei eine Reaktion auf zahlreiche Rückmeldungen gewesen.
Ausnahmeregelungen für Anrainer seien denkbar, so Rosner. Bis dahin gelte die Gebührenpflicht allerdings für jeden. Statt eines Jahrestickets verweist Rosner auf günstigere Monats- und Streifenlösungen.
Wo parkt man bei Begräbnissen?
Für zusätzlichen Ärger sorgt ein Halte- und Parkverbot im unteren Bereich der Friedhöfe. Alternative Stellflächen bei Begräbnissen? Fehlanzeige. Rosner betont, dass das Verbot schon immer bestanden habe, jedoch nie exekutiert wurde.Wo darf dann künftig geparkt werden? „Dort, wo es erlaubt ist“, deponiert der Stadtchef.
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