Dutzende Vermisste

Mindestens 8 Tote nach Schiffbruch vor Libyen

Ausland
20.04.2026 16:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei einem schweren Bootsunglück vor der libyschen Küste sind mindestens acht Migranten ertrunken. 31 weitere Opfer werden noch vermisst – nur vier Überlebende konnten nach mehr als fünf Tagen auf See gerettet werden.

Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitteilte, dauern die Such- und Rettungsarbeiten an. Medienberichten zufolge war ein Schlauchboot mit Migranten in Seenot geraten und gesunken.

Zuvor war ein Notruf bei den italienischen Behörden eingegangen. Die libysche Küstenwache leitete daraufhin trotz schwieriger Wetterbedingungen mit Wellen von über zwei Metern eine Suchaktion ein. Rettungskräfte suchten rund 48 Stunden lang nach dem Boot und konnten schließlich Überlebende bergen. Die IOM forderte eine Verstärkung der Seenotrettung sowie sichere Fluchtwege, um weitere Todesfälle zu verhindern.

179 Migranten in einem Tag auf Lampedusa eingetroffen
179 Migranten sind inzwischen an Bord von vier Booten innerhalb eines Tages auf Lampedusa eingetroffen. Drei Boote wurden von Schiffen der EU-Grenzschutzbehörde Frontex und der italienischen Finanzpolizei abgefangen. Alle Migranten wurden in das Aufnahmezentrum auf Lampedusa gebracht, wo sich derzeit 178 Personen aufhalten.

7300 Menschen sind nach Seefahrten über das Mittelmeer in diesem Jahr in Süditalien eingetroffen, wie das italienische Innenministerium mitteilte. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 12.124 gewesen. Die meisten eingetroffenen Migranten stammten aus Bangladesch, Somalia und Pakistan. Die italienische Regierung um Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bemüht sich, durch Abkommen mit den Herkunftsländern der Migranten, die Einwanderungsströme nach Europa zu reduzieren.

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