„Geldverschwendung“

Kurzes Bezirksfest kostet gleich 100.000 Euro

Wien
17.04.2026 19:00

Eigentlich müssen alle Stadtteile strikt sparen. In der Josefstadt gehen jetzt die Wogen hoch: In Sparzeiten gibt es trotzdem viel Geld für eine einzige Veranstaltung. Die Freiheitlichen werfen dem grünen Bezirksvorsteher Geldverschwendung vor

Das Josefstädter Straßenfest ist das längste seiner Art in ganz Wien. Und das lässt sich der Bezirk auch jedes Jahr einiges kosten – Sparzwang hin oder her. Heuer gab es eine Ausschreibung für die Organisation der Veranstaltung.

Drei Personen haben sich dafür gemeldet. Ein Josefstädter, dann jene die Dame, die das Fest in den vergangenen Jahren organisierte, und noch jemand anderes. Die beiden neuen Bewerber meinten, sie können das Fest um die dafür geplanten 85.000 Euro problemlos veranstalten. Die Dritte – eine Sympathisantin der Grünen, jedoch beharrte auf 100.000 Euro – und erhielt vom grünen Bezirkschef Martin Fabisch den Zuschlag. Obwohl bereits 85.000 Euro aus Bezirksmitteln beschlossen wurden, setzten die Grünen in der Bezirksvertretung also weitere 15.000 Euro für das Fest durch. Also 100.000 Euro für eine Veranstaltung, die nur einen Tag dauert. Was kostet da so viel?

Das Stadtfest in der Josefstadt findet immer im September statt und gilt als das längste ...
Das Stadtfest in der Josefstadt findet immer im September statt und gilt als das längste Straßenfest der ganzen Stadt.(Bild: Doris Zeilinger/BV8)

Das fragt sich nicht nur FPÖ-Josefstadt-Bezirksparteiobmann Maximilian Krauss. „Bezirksvorsteher Fabisch hat offenbar noch immer nicht verstanden, dass im Bezirk gespart werden muss und das Budget ein drastisches Minus aufweist. Solche unnotwendigen Geldverschwendungen sind den Josefstädtern nicht zu erklären und stoßen auf unsere Ablehnung!“, so seine heftige Kritik.

Bezirksvorsteher kontert: „Fest wird um 10.000 Euro günstiger ausfallen“
Aus dem Büro von Bezirksvorsteher Fabisch heißt es dazu auf „Krone“-Anfrage: „Das Josefstädter Straßenfest wird 2026 um 10.000 Euro günstiger ausfallen als im Vorjahr (2025: 109.000 Euro). Damit übernehmen wir Verantwortung und leisten unseren Beitrag zu den Sparmaßnahmen.“ Brisant: Obwohl das Straßenfest heuer mit zwei statt drei Bühnen kleiner ausfällt, fallen hohe Fixkosten für Sicherheitspersonal, Straßensperren, die Sperre der Straßenbahnlinie 2 und Sanitäranlagen an und lassen sich nicht wesentlich reduzieren. In Simmering wurde das für Juni 2026 geplante Straßenfest wegen der erhöhten Sicherheitsauflagen übrigens abgesagt.

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