Syrer unter Verdacht

Mutmaßlicher IS-Trainer kommt in Linz vor Gericht

Oberösterreich
07.06.2026 06:00

Der Strafrahmen beträgt ein bis zehn Jahre: wegen des Verdachts der terroristischen Vereinigung, der kriminellen Organisation und der Ausbildung für terroristische Zwecke wird sich ein Syrer in Linz vor dem Landesgericht verantworten müssen, denn nun ist die Anklage fertig. 

Der 44-Jährige soll, so Ulrike Breiteneder von der Staatsanwaltschaft Linz, im Jahr 2016 im Irak als Ausbildner für den islamischen Staat gearbeitet haben. Seine Identität war aufgeflogen, weil die US-Armee kontinuierlich Akten des IS durchforstet. Dank internationaler Zusammenarbeit konnte der Syrer schließlich bei uns in einer privaten Unterkunft im Bezirk Linz-Land lokalisiert werden. Er wohnte dort mit anderen Männern. Am 12. Mai wurde der Verdächtige in Linz in Untersuchungshaft genommen.

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Der Angeklagte gibt zwar zu, dass er sich im Irak aufgehalten und auch an IS-Ausbildungen teilgenommen hat. Er spielt aber seine Rolle herunter.

Ulrike Breiteneder, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Linz

„War nie in einer Kampfeinheit“
In den bisherigen Einvernahmen gab der Syrer zwar zu, im Irak gewesen und an IS-Ausbildungen teilgenommen zu haben. Doch damit hat es sich auch schon wieder: Er behauptet laut Anklagebehörde, nie in einer Kampfeinheit aktiv gewesen zu sei: „Der Beschuldigte spielt alles herunter.“

Zu 18 Monaten Haft, davon sechs unbedingt, wurde eine Linzerin (30) am 7. Mai verurteilt. Die vierfache Mutter hatte 2015 über Facebook einen Deutsch-Türken kennengelernt, der beim IS war, war zu ihm gereist und war erst 2025 wieder heimgekehrt.

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