Infektionsübung

Ebola-Alarm: Was mit Hochrisikopatienten passiert

Kärnten
16.04.2026 09:00

Im Landeskrankenhaus Villach wurde am Mittwoch der Ernstfall geübt: „Christoph“ betritt mit hohem Fieber, Husten und einer blutenden Wunde an der Stirn das Spital – der 35-Jährige hatte zuvor Kontakt mit Ebola-Patienten. Dramatische Szenen spielen sich nun ab...

Folgendes Szenario: Es ist Mittwochvormittag im LKH Villach –  Normalbetrieb in der Unfallaufnahme. „Christoph“ betritt mit einer blutenden Wunde an der Stirn, hohem Fieber, Kopfschmerzen, Husten inklusive blutigen Auswurf das Spital.

Der 35-Jährige wird erstversorgt. Im Laufe der Untersuchung stellt sich heraus, dass der Patient als Volunteer in einem Dschungelkrankenhaus in der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika tätig gewesen war, in dem auch Ebola-Patienten behandelt wurden. „Ab diesem Zeitpunkt mussten wir von einer hochkontagiösen Infektion ausgehen“, erklärt Übungsleiter DGKP Johannes Engl.

Regelmäßige Übungen in Krankenhäusern 
Sofort werden die vorgesehenen Schutz- und Alarmmaßnahmen aktiviert. Der betroffene Bereich wird abgesperrt, der Betrieb vorübergehend unterbrochen und das Umfeld evakuiert. Gemäß den geltenden Vorschriften im „Alarm und Einsatzplan für Hochrisikoinfektionen“ wird „Christoph“ weiter versorgt und in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz ins Klinikum Favoriten nach Wien verlegt. 

Die Übung wurde von Vertretern der Landessanitätsdirektion Kärnten sowie des Roten Kreuzes ...
Die Übung wurde von Vertretern der Landessanitätsdirektion Kärnten sowie des Roten Kreuzes begleitet.(Bild: KABEG)

Dramatische Szenen, welche glücklicherweise nur ein Training für den Ernstfall waren. „Geübt wurden insbesondere die strukturierte Alarmierung, die Kommunikation entlang der Einsatzkette sowie der sichere Einsatz der persönlichen Schutzausrüstung“, sagt Engl. Solche und ähnliche Fälle werden regelmäßig in den Krankenhäusern der KABEG trainiert, um für etwaige Notfälle gerüstet zu sein. 

Die Übung wurde von Vertretern der Landessanitätsdirektion Kärnten sowie des Roten Kreuzes begleitet und ausgewertet und konnte nach etwa zwei Stunden erfolgreich abgeschlossen werden.

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