Arcangelo Molin Pradel landete 1885 nur zufällig in Wien – mit italienischem Eis schrieb er Erfolgsgeschichte, die bis heute hält. Der Eissalon am Schwedenplatz feiert heute, Donnerstag, sein 140. Jubiläum.
Jeder kennt ihn, jeder liebt ihn – den Eissalon am Schwedenplatz. Über 100 Sorten werden dort geboten, ganze Trauben von Eis schleckenden Einheimischen und Touristen tummeln sich stets vor dem Geschäftslokal. Eröffnet hat es Arcangelo Molin Pradel aus dem Zoldo-Tal in Italien, der als Holzfäller nach Transsilvanien auswanderte. Als die Vertragsfirma in Konkurs ging, konnte er sich die Rückreise 1885 nur bis Wien leisten. Dort schlägt sich Pradel mit Gelegenheitsjobs durch, bis er schließlich genügend Geld für die Heimreise hat – mit dem Wissen, als Eismacher wieder zurück nach Wien zu kommen.
1886 gründet er mit einigen Italienern aus dem Zoldo-Tal und gründet die erste Eiserzeugung der Familie Molin-Pardel. Der Rest ist Geschichte.
Gratis Eis und Handwerk
In diesem Jahr feiert der Familienbetrieb sein 140. Bestehen – damit ist er der älteste Eissalon der Stadt. Und das soll gebührend gefeiert werden. Daher lädt das Traditionslokal heute alle Wiener zu den Feierlichkeiten ein.
Die ersten 100 Kunden bekommen ein Eis spendiert – serviert wie damals aus dem traditionellen Eisfahrrad direkt vor dem Geschäft. Zwischen 14 und 18 Uhr wird es dann besonders spannend, wenn die renommierten Zoldani-Eismacher ihre originalen Maschen präsentieren und eindrucksvoll zeigen, wie bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts Eis und Eiswaffeln hergestellt wurden.
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