Kein Tag ohne Pleite – und die Serie macht vor keiner Branche halt: Das bekam jetzt auch ein Tiroler Land- und Forstwirt zu spüren. Nach einem Gläubigerantrag wurde ein Verfahren beim Gericht eröffnet. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf mehr als 100.000 Euro.
Immobilienunternehmen, Transportfirmen, Versicherungsmakler, Taxler, Bierlokal, Almhütte, Raumausstatter, Fleischerei, Metallbetrieb und Co.: In den vergangenen Tagen und Monaten wurden in Tirol unzählige Insolvenzverfahren eröffnet. Und es zeigt sich anhand der aufgezählten Beispiele, dass die Pleitewelle vor keiner Branche haltmacht.
Gläubiger stellte Antrag
Auch nicht vor Bauern! Wie unter anderen die Gläubigerschutzverbände Kreditschutzverband von 1870 und Alpenländischer Kreditorenverband berichteten, wurde über das Vermögen eines Osttirolers, der in Außervillgraten eine Land- und Forstwirtschaft betreibt, ein Konkursverfahren am Landesgericht Innsbruck veröffentlicht. Er könne seinen laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen, hieß es.
Der Antrag auf Eröffnung der Insolvenz wurde von einem Gläubiger bei Gericht eingebracht.
Kreditschutzverband von 1870
Über die Gründe der Insolvenz würden derzeit noch keine geprüften Informationen vorliegen. „Diese Ursachen werden wir in Zusammenarbeit mit der Insolvenzverwaltung erheben“, so der KSV von 1870. Der Antrag auf Eröffnung der Insolvenz sei von einem Gläubiger eingebracht worden.
Zukunft des Betriebs offen
Die Höhe der aushaftenden Verbindlichkeiten würde sich laut Eigenangabe des Schuldners auf rund 129.000 Euro belaufen. Ob der Betrieb fortgeführt werden kann, sei derzeit noch nicht bekannt.
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