Sonst endet er im Tank

Doch grünes Licht für Rettungsaktion von „Timmy“!

Ausland
15.04.2026 16:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Er kämpft weiter – und bekommt nun doch noch eine letzte Chance: Der gestrandete Buckelwal „Timmy“ liegt seit Wochen vor der Insel Poel in der Ostsee, sein Zustand gilt als kritisch. Während bereits konkrete Pläne für die Verwertung des Tieres nach seinem Tod – unter anderem zu Biodiesel – vorbereitet werden, hat die Politik nun überraschend eine private Rettungsaktion erlaubt.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hat einer privaten Initiative grünes Licht für einen Rettungsversuch gegeben. Das bestätigte er bei einer Pressekonferenz in Schwerin. Das Konzept sieht vor, den Wal lebend zu bergen und anschließend über die Ostsee in die Nordsee und gegebenenfalls weiter in den Atlantik zu transportieren.

Dabei soll das Tier mithilfe eines Luftkissens angehoben werden. Geplant ist, den Wal auf einer Plane zwischen zwei Pontons zu lagern und so zu bewegen. Die Behörden hätten das Vorhaben geprüft und genehmigt. „Wir dulden dieses Vorhaben“, sagte Backhaus. Die Verantwortung liege bei den Initiatoren selbst. Zu diesen zählt laut Minister unter anderem der Unternehmer Walter Gunz; die Maßnahmen sollen rasch starten.

Weitere Rettungsversuche wären Tierquälerei – die Verwertung des Kadavers schmeckt aber ...
Weitere Rettungsversuche wären Tierquälerei – die Verwertung des Kadavers schmeckt aber Kritikern auch nicht.(Bild: Freiwillige Feuerwehr Kirchdorf, Krone KREATIV)

Zustand bleibt kritisch
„Timmy“ liegt seit dem 31. März in rund 1,50 Meter tiefem Wasser vor Poel. Zwar wurden zuletzt immer wieder Lebenszeichen beobachtet, doch sein Zustand hat sich weiter verschlechtert. Berichten zufolge hat sich Wasser in der Lunge angesammelt.

Der Wal ist bereits mehrfach gestrandet – unter anderem bei Niendorf und Wismar. Fachleute gingen bisher mehrheitlich davon aus, dass eine Rettung kaum Erfolgsaussichten habe und zusätzliche Versuche dem Tier weiteres Leid zufügen könnten.

Bereits konkrete Pläne für die Zeit nach dem Tod
Parallel zur nun genehmigten Rettungsinitiative laufen weiterhin Vorbereitungen für den Fall, dass „Timmy“ stirbt. Diese sehen zunächst eine wissenschaftliche Untersuchung des Tieres vor. Dabei sollen Körper und Organe analysiert werden, um mögliche Erkrankungen sowie die Umstände der Strandung zu klären.

Anschließend soll der Kadaver an das Unternehmen SecAnim übergeben werden. Die Firma wäre für die fachgerechte Entsorgung zuständig.

Nach der Zerlegung und dem Transport in Spezialfahrzeugen ist eine Weiterverarbeitung vorgesehen. Dabei entstehen laut Unternehmen verschiedene Produkte – darunter CO₂-neutraler Brennstoff für die Industrie und ausdrücklich auch Biodiesel. Die Verarbeitung folgt dabei standardisierten Verfahren, wie sie auch bei anderen tierischen Rohstoffen angewendet werden.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt