Nach dem Titel-Drama in der Frauen-Bundesliga war der Ärger bei St. Pölten riesengroß. „Für mich ein absoluter Skandal“, schimpfte SKN-Trainer Laurent Fassotte nach dem 1:1 gegen die Wiener Austria, die erstmals den Meistertitel holen konnte.
Was für ein packendes Finish! Nach dem vermeintlichen SKN-Siegestreffer durch einen Foulelfmeter von Leila Peneau (98.) feierten die Titelverteidigerinnen schon ausgiebig. Carina Wenninger (101.) gelang mit einem Abstaubertor aber noch der Ausgleich. Durch das 1:1 hielt die Austria den Verfolger zwei Punkte auf Distanz.
Nach zehn Titeln in Folge für die Niederösterreicherinnen durften erstmals die Wienerinnen jubeln, sie sicherten sich nach dem Premieren-Triumph im Cup auch gleich das Double.
Das sagten die Fans nach dem Krimi:
„Ich bin richtig sauer, so etwas habe ich noch nie erlebt. Ich verstehe nicht, warum das Spiel nach unserem Treffer noch einmal angepfiffen wurde, es war ja eigentlich schon die letzte Aktion des Spiels. Einige Entscheidungen des Schiedsrichters waren nicht glücklich“, betonte Fassotte mit Fingerzeig auf die fünfminütige Nachspielzeit, die längst vorbei gewesen war, meinte jedoch auch: „Man muss aber auch erwähnen, dass wir selbst auch während der ganzen Saison einige Fehler gemacht haben.“
Kenesei: „So ein Ende kann man nicht erfinden“
Bei seinem Gegenüber war die Freude riesengroß. „Es ist eigentlich unbeschreiblich im Moment, ich bin sehr müde, aber trotz allem ist es ein überragendes Gefühl. Es ist der Lohn für unsere harte Arbeit, wir stecken alle miteinander sehr viel rein. Es ist einfach überragend. So ein Ende kann man nicht erfinden“, so Austria-Coach Stefan Kenesei.
Nachsatz: „Jeder Fußballfan sollte sich zumindest die Schlussminuten noch einmal anschauen.“
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