Zustand schlechter

Eilantrag für Rettung von „Timmy“ zurückgezogen

Deutschland
14.04.2026 13:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Eigentlich hieß es bereits vor Tagen, dass man den in der Ostsee gestrandeten Buckelwal „Timmy“ in Frieden sterben lassen wolle. Doch dann gab es erneut Pläne für Rettungsversuche. Nun wurde ein dementsprechender Eilantrag jedoch wieder zurückgezogen.

Seit mehr als zwei Wochen ist „Timmy“ nun schon in der Weimarer Bucht gefangen. Der Wal wird immer schwächer, aber gibt noch Lebenszeichen von sich. „Die Lage ist unverändert. Die Streifen konnten in der Nacht nicht feststellen, ob der Wal noch atmet. Aber über den Stream sieht man, dass er noch atmet“, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums am Dienstag.

Eilantrag vor Stellungnahme zurückgezogen 
Einige Menschen wollen die Hoffnung, den Buckelwal noch retten zu können, noch nicht aufgeben. So gab es zuletzt Demonstrationen, die einen weiteren Einsatz für „Timmy“ forderten. Auch ein Eilantrag zur Rettung des Wals wurde gestellt. Noch bevor das Umweltministerium dazu Stellung beziehen konnte, wurde der Eilantrag jedoch wieder zurückgezogen.

Laut „Bild“ sollen jedoch noch weitere Eilanträge eingegangen sein. Zudem wird auch ein anderer Plan zur Hilfe des Tiers überprüft – dieser wird von MediaMarkt-Gründer Walter Gunz unterstützt. Das Ministerium klärte auf, dass Aktionen nur dann zulässig seien, wenn sie dem Wal tatsächlich helfen würden – ohne Erfolgsaussicht könnten Maßnahmen sogar gegen das Tierschutzrecht verstoßen. 

Der Wal wird weiterhin beobachtet.
Der Wal wird weiterhin beobachtet.(Bild: EPA/FLORIAN MANZ / GREENPEACE GERMANY / HANDOUT)

Wasser sammelt sich in Lunge 
In regelmäßigen Abständen stößt das Tier noch Luft aus. Generell schaut es jedoch schlecht um den Gesundheitszustand des Meeressäugers aus. Schon seit Freitag tut sich das auf Grund gelaufene Tier beim Atmen immer schwerer. „Inzwischen gehen unsere wissenschaftlichen Berater davon aus, dass sich Wasser in der Lunge des Wals sammelt. Dies wäre dann ein Hinweis, dass seine Organe schwer geschädigt sind. Dies mitansehen zu müssen, fällt allen Beteiligten schwer“, erklärte der Umweltminister des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus. 

Dem Politiker schlägt viel Hass entgegen – ihm wird vorgeworfen, nicht genügend für die Rettung von „Timmy“ zu unternehmen. „Ich bin so lange im Amt, ich bin hier schon durch einige Höllen gegangen. Aber diese Hölle ist die schlimmste, die ich je als Minister erlebt habe. Allein gegen mich liegen 47 Strafanzeigen vor. Ich werde täglich angefeindet“, erklärte Backhaus gegenüber der „Ostsee-Zeitung“.

Auch Töten des Wals ist keine Option
Auch das Töten des Buckelwals, um ihn von seinen Leiden zu erlösen, wurde geprüft, ist laut den Behörden jedoch keine Option. Erschießen oder Vergiften würde die Gefahr bergen, dass das Tier nicht sofort sterbe und noch mehr Qualen erleiden würde. Ein Sprengsatz wäre noch die effektivste Methode, „Timmy“ zu töten, dies wurde aber unter anderem aus ethischen Gründen verworfen.

Zugänge zum Wasser abgesperrt
Rund um die Bucht, in der das sterbende Tier im flachen Wasser liegt, hat die Polizei die Zugänge zum Wasser abgesperrt. An einem dieser Punkte hatten sich am Abend dem Sprecher zufolge rund 50 Demonstranten versammelt. Zum Buckelwal soll es Dienstagfrüh erneut verschiedene Runden und Lagebesprechungen geben. Konkrete Details konnte der Sprecher zunächst nicht nennen.

Der kranke und geschwächte Buckelwal liegt bereits seit dem 31. März in der Wismarbucht. Die letzten aktiven Rettungsversuche wurden am 1. April aufgrund des Gesundheitszustandes des Tiers eingestellt, um den Wal in Frieden gehen zu lassen. Am Wochenende wurde erfolglos versucht, den Wal mit seinen eigenen Walgesängen zu animieren, sich selbst zu befreien.

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