Schlechte Nachrichten vor der Sommersaison: Europas Fluggesellschaften warnen nicht nur vor steigenden Kosten, sondern immer mehr auch vor schrumpfenden Reserven. Die durch den Iran-Krieg verursachte Kerosin-Knappheit kommt in Europa an. Nur drei Wochen reichen die Reserven noch aus. Jetzt rufen die Airlines nach Hilfe von der EU.
Die Ticketpreise steigen bereits, die Sperre der Straße von Hormuz macht Kerosin weltweit knapp und teurer, das geben die Airlines weiter. Doch jetzt warnen Unternehmen sogar vor Engpässen. In Asien ist das bereits zu sehen: Vietnam Airlines strich schon einige Flüge, in Pakistan hamstern Piloten Treibstoff.
AUA beruhigt noch
In Europa hat die Lufthansa bereits konkrete Pläne. Bis zu 40 Jets könnten am Boden bleiben, sagte Boss Carsten Spohr. Die heimische AUA sieht noch keine Versorgungsprobleme, bereitet sich aber auf verschiedene Szenarien vor. Die aktuelle Krise schlägt sich in der gesamten Lufthansa-Gruppe mit 1,5 Milliarden Euro Mehrkosten nieder.
Die Airlines sind sehr besorgt. In drei Wochen könnten die Reserven ausgehen. Der Branchenverband Airports Council International Europa (ACI) warnt vor einer systematischen Knappheit, dann wohl Mitte Mai.
Jetzt wird der Ruf nach Hilfe der EU weiter. So soll gemeinsam Kerosin beschafft werden, und Steuern sowie CO₂-Abgaben sollen gestrichen oder gesenkt werden, um die Firmen zu entlasten.
Zur Kerosinkrise meldet sich auch die SPÖ zu Wort. „Im Fall der Fälle muss die EU-Kommission zuerst bei den Privatjet-Flügen den Rotstift ansetzen.“, fordern die Abgeordneten Julia Herr und Wolfgang Moitzi. Pro Jahr würden diese so viele Treibhausgase ausstoßen wie alle Flüge, die vom Londoner Airport Heathrow gestartet sind.
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