Die extreme Hitze blieb aus – zumindest beim Auftakt der Mexikaner gegen Südafrika. Doch Sportmediziner schlagen Alarm: Prognosen zufolge könnte fast jedes vierte Spiel unter gefährlichen Bedingungen über die Bühne gehen. Auf die Profis kommen extreme Belastungen zu, speziell in Dallas, Houston, Kansas City, Miami oder Monterrey.
Nur um die europäische Primetime zu bedienen, pfeift man Spiele in der prallen Mittagssonne an. Für die Anhänger vor Ort ein Schlag ins Gesicht: Bei Public Viewings in Arizona und Kalifornien herrschten knapp 40 Grad. Kein Wunder, dass die Fanzonen quasi leer blieben. Ärzte warnen vor Hitzeschlägen, doch der Weltfußballverband FIFA ignoriert die roten Linien der Mediziner - TV-Milliarden werden über die Gesundheit gestellt.
Nur wenige Stadien besitzen schließbare Dächer zur Kühlung. Um die Belastung zu senken, wurden verpflichtende Trinkpausen eingeführt. Diese eignen sich in den USA allerdings auch perfekt dazu, zusätzliche Werbeminuten im TV zu generieren. Doch selbst diese drei Minuten reichen laut verschiedenen Studien nicht aus, um gesundheitliche Schäden bei extremer Belastung zu verhindern.
Viele Kritiker schütteln den Kopf: Das Monster-Programm wird mit immer mehr Matches aufgebläht. Auf dem Rücken jener Stars, die für die sportliche Show sorgen sollen.
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