Tennis-Bundesliga

Wirbel um Strafbeglaubigung beim Titelrivalen

Salzburg
05.06.2026 17:00
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Vor dem letzten Spiel in der Bundesliga-Gruppe A sind fürs STC Team Salzburg eigentlich die Weichen gestellt. Der Titelverteidiger ist im Duell am Samstag im Volksgarten (11) mit Steyr nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Doch: Die Entscheidung um den Halbfinalgegner steht noch aus.

Plangemäß träfen die Salzburger im Semifinale am 27. Juni auf Strassburg. Dem Spitzenteam rund um die Melzer-Brüder, Sebastian Ofner und Jurij Rodionov bleibt aber noch eine Minichance. Denn weil Gruppe B-Spitzenreiter und Vorjahresfinalist Mauthausen am Donnerstag in Eisenstadt regelwidrig zwei Ukrainer – also Nicht-EU-Ausländer – eingesetzt hatte, wurde die Partie mit 0:9 strafbeglaubigt. Auswirkung: Vor der Schlussrunde liegen beide Teams punktgleich vorne. Weil Mauthausen das direkte Duell gewann, bleiben die Oberösterreicher trotzdem Erster. Für Platz eins müssen sie aber am Samstag in Dornbirn erneut gewinnen.

Spitzenduo fehlt, Rehberg-Debüt steht an
Beim STC ist indes klar: Filip Misolic wird in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Der Steirer ist nach seiner schweren, Mitte Februar erlittenen Sehnenverletzung zwar auf dem Weg zurück. Allerdings will Österreichs Topspieler vor dem geplanten Comeback in Wimbledon kein unnötiges Risiko eingehen. „Ich wäre wirklich gerne gekommen, hätte schon heuer meine Premiere für den Meister geben wollen. Nach Rücksprache mit dem Management und Trainer steht leider fest, dass wir zu diesem Zeitpunkt sehr vorsichtig sein müssen“, teilte der Misolic den Volksgärtnern mit. Ebenso fehlen wird Vorzeige-Salzburger Gabriel Schmidt – allerdings aus erfreulichem Grund. Seine Hochzeitsfeier steht in Oberndorf an.

Dafür kommt es mit einem Jahr Verspätung zum Debüt des Münchners Max-Hans Rehberg. „Er war schon auf dem Weg in die Top-200 der Welt, ehe er eine Schambeinentzündung erlitten hat“, weiß STC-Vorstand Valentin Snobe. Just gegen Steyr war der 22-Jährige im Vorjahr zumindest zu einem Kurzeinsatz gekommen. „Jetzt folgte die echte Premiere“, freut sich Snobe. Als Referenz bringt der Deutsche mit, dass er im Vorjahr beim ATP 500-Turnier in München als Qualifikant das Doppel-Viertelfinale erreicht hat.

Damen bringen sich in Stellung
Im Damen-Ligabetrieb steht ebenso am Samstag der Ausklang an. Salzburg-Filiale und Titelverteidiger Ried (Arabella Koller, Tijana Zlatanovic) kämpft in Kitzbühel um Rang eins in seiner Gruppe. In der 2. Bundesliga kommt es wiederum zwischen Aufsteiger St. Johann und Bludenz zum Hit (11) um den Sieg in Gruppe A.

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